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Maviti und die Daos.
Zeit den Angriffen der nordwärts vordringenden Zulustämme ausgesetzt gewesen. Diese sowie die Araber wirkten auf die seßhaften Eingeborenen demoralisierend ein.
Die Mahenge in dem Gebirgsland wurden zuerst von den Maviti, einem Zweigstamm der Zulu bedrängt; nachdem diese sich zurückgezogen, legten die Mahenge Kleidung und Waffen der Maviti an und zogen in dieser Rüstung gegen die benachbarten Stämme, die schon durch das Erscheinen der gefürchteten Räuber eingeschüchtert, sich den Mahenge unterwarfen.
Von dem Nyassasee ist in diese Gegenden noch ein anderer Stamm gekommen, die Iaos. Von kräftigen: Körperbau, in Kriegslisten erfahren, sind sie gefürchtete Kämpfer. Von den Arabern haben sie vieles gelernt, deren Tracht angenommen und sind die verwegensten Sklavenjäger und Sklavenhändler. Sie sind der Schrecke:: des Landes und nahmen an dem Aufstand der Araber einen ebenso thätigen Anteil wie die räuberischen Maviti.
Der Dyajsasee.
Im Süden berührt die deutsche Interessensphäre den Nyassasee, der durch Liviugstones Forschungen bekannt wurde, und an dem der deutsche Reisende A. Röscher einen frühzeitigen Tod fand. Scheinbar ist der Nyaffa von Bergen umgeben, eine nähere Untersuchung ergibt aber, daß er in einer Schlucht eines Hochplateaus liegt, ähnlich wie der Albertsee im Norden.
Vor Jahrzehnten herrschte im Süden des Sees tiefer Frieden, etwas von der paradiesischen Ruhe, die mitunter unter den Wilden angetroffen wird, aber im Norden tobte schon damals Krieg. Schon Ende der fünfziger Jahre berichtete Livingstone von dem wilden Stamme der Mavitu, der von Räubereien lebte. Es waren Zulus, die sich auf den Hochlanden niedergelassen hatten und Beutezüge in die Dörfer der Ebenen unternahmen. Weit und bröit war von ihnen das Land verwüstet worden und die Reisenden fanden