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Das „Land Gottes".
Zwischen dem Nyassa- und dem Tanganyikasee erstreckt sich eine Hochebene, durch die jetzt die Kolonialmächte England und Deutschland ihre Grenze gezogen haben. Wir brechen jedoch hier die Schilderung von Deutsch-Ostafrika ab, denn die Zeit ist noch weit, weit entfernt, wo man daran denken wird, auch dorthin die Kultur zu tragen.
Wir haben bereits ein ungeheueres Gebiet beschrieben; in buntem Wechsel sind Länder, Berge und Hochebenen, Flüsse und Seen an unserem Auge vorübergezogen. Versuchen wir noch einen Rückblick auf das Ganze zu werfen und den Gesamtcharakter und den Wert von Land und Leuten in allgemeinen Umrissen zu skizzieren. Vorerst aber möchten wir noch einen kurzen Ueberblick über die an England abgetretene nördliche Ostküste bieten.
Die ZomalikMe.
Bei den Kolonialunternehmungen, die hier in Frage kommen, handelt es sich um die Erschließung des Osthornes von Afrika, welches bis auf den heutigen Tag in seinem Inneren unbekannt geblieben ist. Schon Anfang der sechziger Jahre hatte der verdiente deutsche Reisende Baron von der Decker: den Schleier, der dieses geschichtlich interessante Land verhüllte, lüften wollen. Indem er den Juba hinaufging, drang er bis zu der Stadt Berdera vor, wurde aber hier von den Eingeborener: angegriffen und getötet. Auch in jüngster Zeit fand dort Dr. Jühlke, einer der thätigster: Pioniere der Deutsch-Ostafrikanischer: Gesellschaft, der Begleiter Peters' auf dessen Usagara-Expedition, frühzeitig den Untergang. Haggenmacher, der 1875 auf Veranlassung Ismail-Paschas mit einer kleinen Expedition in das Innere eindrang, verlor alle seine Leute bis auf drei Mann; er fand hier ein kleines Paradies, das wirkliche Land des Weihrauches, und lernte dessen Bereitung kennen.
Leider wird dieses Paradies von schlimmen Menschen behütet, die mit Speer und Schwert jeden: Fremdling den Eingang wehren. Die alten Aegppter nannten es sogar