V. Schlußwort.
Ich habe versucht, in kurzen Strichen ein Bild unseres kolonialpolitischen Willens zu zeichnen. Es kam mir dabei darauf an, zwei Grundlinien besonders kräftig hervortreten zu lassen. Einmal die Notwendigkeit und das gute Recht Deutschlands, seinen überseeischen Besitz zu behalten, sodann unser Bestreben, auf dem kolonialen Gebiete nicht eine einseitige Vorherrschaft, sondern einen gerechten Ausgleich unter den Kolonialstaaten herbeizuführen. In diesen Zeichen soll insbesondere Afrika, das in der Umwandlung aus dem dunklen Erdteil in ein lebendiges Glied der Kulturgemeinschaft begriffen ist, in dem kommenden Friedensschluß neu aufgeteilt werden. Im Zeichen des Interessenausgleiches soll denn auch die Verwaltung der neu abgeteilten Besitzungen folgen. Bekennen sich alle beteiligten Staaten zu einer derartigen Kolonialpolitik, dann wird Afrika in Zukunft nicht der Zankapfel Europas, sondern eine Aufgabe, die die europäischen Völker zusammenführt, ein weites Feld, das im friedlichen Wettbewerb der Kulturnationen nach den erprobtesten Methoden aus einer vernachlässigten Wildnis in eine Folge blühender Acker verwandelt werden wird.
Fassen wir die Ergebnisse der Gedanken über die Zukunft des afrikanischen Kontinents zusammen! Afrika wird auch