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Kolonialpolitik : mein politisches Vermächtnis / von W. H. Solf
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Die Liquidationen des deutschen Besitzes in den Kolonien Eng­lands sind mit unerhörter Rücksichtslosigkeit unter Vernichtung großer Werte vor sich gegangen: die Ausnutzung desDraäinZ wirk tUo Ln6in^"-Gesetzes, um sich geschäftlichen Verpflich­tungen zu entziehen, die Vernichtung von Geschäftsbüchern nach gründlicher Durchstöberung zum Zwecke des Aufspürens von Geschäftsgeheimnissen, alles unter der Maske einer behörd­lichen Aufsichtsführung, das hat gezeigt, wie die Regierung, die heute in England an der Macht ist, diesen Krieg in der Tat zur Vernichtung des deutschen Handels führt. Lloyd George hat es in seiner großen Offenherzigkeit selbst eingestanden.

3. Deutsche Antwort auf englische Anklagen.

Das erklärte Ziel der englischen Regierung ist, dem deutschen Volke sein Recht auf friedliche Entwicklung zu verkümmern. England beabsichtigt, Deutschlands Kolonien zu annektieren. Anfangs hatte England gezögert, sich auf diesen Punkt fest­zulegen. Vielleicht mit Rücksicht auf Amerika, wo man es für nötig hielt, zur Erleichterung der englischen Propaganda die absolute Uneigennützigkeit der englischen Kriegsziele zu betonen. Klarheit über die Ziele der englischen Regierung schuf insbesondere die Rede von Lord Robert Cecil, die er am 16. 5. 1917 im Unter­hause gehalten hat, als er dazu aufgefordert wurde, sich zum Programm der russischen RegierungFriede ohne Annexion" zu äußern. Ich habe mich mit dieser Rede am 7. 6. 1917 in Leipzig auseinandergesetzt und lasse die wesentlichen Punkte aus meiner dort gehaltenen Rede hier noch einmal im Zusammen­hang folgen: Lord Robert Cecil sagte wörtlich:

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