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Kolonialpolitik : mein politisches Vermächtnis / von W. H. Solf
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An meine Mitarbeiter im Kolonialamt.

Nachdem ich vor einigen Wochen die Geschäfte des Aus­wärtigen Amts niedergelegt habe, nehme ich heute Ab­schied auch von Ihnen. Die Gründe, die mich zum Rück­tritt von meinen Ämtern veranlaßt haben, liegen nicht in Meinungsverschiedenheiten zwischen der Volksregierung und mir über unsere kolonialen Kriegsziele; denn die neue Regierung steht auf dem Standpunkt, daß das koloniale Kriegsziel nach wie vor auf die Wiedererlangung unserer Kolonien gerichtet bleiben muß, und ist mit der alten Regierung der Meinung, daß der Besitz von Kolonien eine Lebensfrage für Deutschland ist und keine Luxus­frage. Deshalb wird mir der Abschied vom Kolonialamt besonders schwer, um so schwerer, als gerade jetzt der Meinungsaustausch unter unseren Feinden über die Frage der deutschen Kolonien auch bei den Kleinmütigen die Hoffnung anfachen muß, daß der Friede uns die Kolonien zurückbringt.

Gern hätte ich unsere kolonialen Forderungen als Staatssekretär des Reichs-Kolonialamts auf der Friedens-

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