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Kolonialpolitik : mein politisches Vermächtnis / von W. H. Solf
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das Vaterland keinen ausreichenden Wirkungskreis bieten konnte. Sie in einem deutschen Kolonialreich unterbringen zu können, wäre ein großer nationaler Gewinn. Nicht nur, daß diese Männer dem deutschen Volkstum erhalten bleiben, sie werden besonders dazu berufen sein, das Band zwischen Mutterland und Kolonien fester zu knüpfen. Sie werden uns dazu helfen, daß wir mit der Entwicklung unserer Schutzgebiete schneller voran kommen und alle jene Ziele erreichen können, die wir uns mit unseren Kolonien zur Stärkung unserer Stellung in der Weltwirtschaft gesteckt haben.

Die Verwaltung und die Erschließung von Kolonien liegt in den Händen von Männern, die die besten Jahre ihres Lebens an ihre große Aufgabe setzen, um dann wieder in die Heimat zurückzukehren. Kolonien bieten damit ein Betätigungsfeld für viele Kräfte hauptsächlich aus den intellektuellen Schichten des Mutterlandes, denen der wachsende Wettbewerb die Verwertung ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten immer schwerer macht. Von ihnen geht andererseits insofern eine nützliche Rückwirkung auf das Mutterland aus, als sie dorthin den freien Blick und die un­voreingenommene Sicherheit zurückbringen, die sie sich in den großen, in fortdauerndem Flusse befindlichen Verhältnissen draußen erwerben.

!I. Kolonisieren ist Missionieren.

Die Kolonialpolitik hat aber noch ein ganz anderes Gesicht, dessen Verdeutlichung mir besonders am Herzen liegt. Es ist nicht nur das wirtschaftliche Eigeninteresse, das die Kulturstaaten überseeische, von niederen Rassen bewohnte Gebiete erwerben

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