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Verbal - Partikeln.
I
II
V
VI
VII
VIII
bahasa tanah
Barriai-Gruppe u. Neu-Guinea- Untergruppe
Westl. Papuo-Mclanesier, und Massim
Süd- Salomonen
Neu-Hebridcn
Barriai u. Kühe
Ivilcngc
I il IUI
Motu
Kjibiuli
Sinau: goro
\\ cdiiu
L'londii
Kuj^olu
Scstikc
Singular
I.
u, va
na
na
ya (ta)
a
na
a
a
a, ba
a
a
U
u
a
a, ga, ta
2.
a, o
ku
u, o (ta)
gu,go
o
o
o
0
ku
u
O
o
ku
ko, ku,tu
3-
i
i
i
e (ta)
e
e
e
e
i
i, e
e
e
e, te
e, u, te
Plural
i. inkl.
mi, a, ma
ta
ta
a (ta)
ta
ta
ka
ka
ta
ta
ta
a
ati
tu
tu
i. exkl.
mi, a, ma
a
a
a (ta)
ga
a
a
i
ga
a
ai
iti
tu, u
a, u
2.
i, mi
a
a
a (ta)
ga
0
0
u
0
mi
o
au
oti
ku
go, ku
3-
si
ti
ti
se (si, ta)
si
e
de
ke
ke
si
i
ara
ena
ra, ru
e, u
Es sind für jede Gruppe nur wenige Sprachen als Beispiele vorgeführt worden. Alle Partikeln sämtlicher Dialekte heranzuziehen, ist unmöglich, da bei der Masse der sich teils wiederholenden, teils sehr verschiedenlautenden Partikeln die Tabelle ganz unübersichtlich werden würde. 191 )
Im übrigen muß ich mich darauf beschränken, noch einige Übereinstimmungen an der PI and von Beispielen vorzuführen und zu betonen, daß ich in diesem Kapitel „Verbum" nichts gefunden habe, das auch nur im geringsten gegen die von mir behauptete Zusammengehörigkeit meiner Sprachgruppen sprechen könnte. Ein tieferes Eingehen auf das Verbum verbietet das recht ungleichmäßige Vergleichsmaterial, das, fürchte ich, besonders in den von mir herrührenden Teilen noch manches zu wünschen übrig läßt.
In der Barriai-Gruppe, bei den Papuo-Mela- nesiern und in den Salomonen kann das Pronomen fortfallen, das dann lediglich durch die Verbal- Partikel vertreten wird. 102 )
Die Konstruktion in der bahasa: latu i lepa:
1!U ) v. Hoevell: „Ldt", p. 23fr.: — Hendriks, p. 17; das Masarete kennt keine Verbalpartikeln oder Hilfs-Prono- mina. — Ob das Nakanai Verbalpartikeln besitzt, ist aus dem höchst ungünstig gewählten und unvollkommenen Beispiel bei Parkinson („30", p. 784, 785) nicht zu ersehen. Ich kann leider auch nichts zu dieser Frage beitragen. — Bamler, p, 208; — Schmidt: „J.", p. 14—16;— Schmidt: „D. N. G.", p. 58; — Lawes: ,.Gr.", p. 13; — Ray: „Rep.", p. 454—457; — Ray: „L. of Br. N. G.". in „J. A. Inst.", XXIV, 29, und „Congr. Orient.'', p. 763; — Codrington: „L.", p. 174, 175, 463, 473. 519. 53i. 55°; — Ray: „N. H.", p. 104, 105.
192 ) Codrington: „L.", p. 172; - Ray: „Rep.", p. 455.
der König er spricht; latuo si lepa: die Könige sie sprechen, entspricht grammatisch dem Barriai: ma- rön i posa: der Häuptling er spricht; maron ti posa: die Häuptlinge sie sprechen. 1 '' 3 )
Die Wörter, welche als eine Art von Perfec- tum oder Plusquamperfectum das „fertig"'' ausdrücken, werden nicht, wie im Malaiischen, vor das Verbum gesetzt, sondern stehen nach ihm:
bahasa: au u wahoi usia, ich habe fertig gebadet. Barriai: gau na liliu kusn, ich habe fertig gebadet. 194 )
In der Konstruktion des Imperativs, des Verbum reflexivums und der Fragesätze stimmen, soweit sie mir bekannt sind, die bahasa tanah und die Barriai vollkommen überein. 1M )
H. Interjektionen.
Unter den Interjektionen und Ausrufen ist die Aufmerksamkeit auf die Schimpfworte zu richten, die inhaltlich, grammatisch und z. T. auch lautlich in der bahasa und der Barriai-Gruppe sich völlig gleich oder sehr ähnlich sind: dem kaataia der Al- furen von Ceram steht das eantaidn, „Kotfresser" oder „friß Kot!", der Barriai gegenüber, dem nii natnu das eat tnam. 100 ) Es muß aber gesagt wer-
,93 ) v. Hoevell: „Ldt", p. 24.
194 ) v. Hoevell: „Ldt.", p. 24; — Hendriks, p. 18; — Schmidt: „D. N. G.", p. 38.
195 ) v. Hoevell: „Ldt", p. 23, 25, 26; — Hendriks, p. 22; — Lawes: „Gr.", p. 28.
19ti ) Riedel: „SI. en Kr. R.", p. 19, 43, 129; — Schel- long: „J.", p. 63, 93, 102.