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Demonstrativ-Partikeln keine große Beweiskraft mit sich, denn eine erhebliche Zahl von ihnen besitzt so etwas wie M. P.-Verbreitung. Die wichtigsten für „dies" (i) und „das" (2) stelle ich in einer kleinen Tabelle zusammen : 122 )
baliasa tanah
Papuo-Melan. u. Massim
Süd- Salomonen
Neu- Hebriden
I.
,
tine, ine, eti,
ine, ina, ini,
ini, eni, ani,
ne, ne, ke,
unde, ma
na; — ina,
asi
wa
iti, tenem
bahasa tanah
Papuo-Melan. u. Massim
Süd- Salomonen
Neu- Hebriden
2 #
etimono,
ena, una,
ni, nasi,
ko, la
enani,
namu, enoni;
nunii
eimono,
— tei na
etoo,
numani
Ich glaube, daß die Demonstrativ-Partikel üä, öä, eöä, eüä, die ich im Barriai gefunden habe, den Partikeln wa entsprechen, die mehrfach, allein oder in Zusammensetzungen, in den Dialekten der Papuo- Melanesier und der Neu-Hebriden auftreten.
4. Pronomen interrogativum. 123 )
I
II
III
IV
V
VI
VII
vm
wer ?
sei, seia, sila
sane
sei, sisei, si, sija
sai; sai, asa.
tai, dai, rai, lai, gai, kai, dai-ka, lai-ra
hai ahei, ihei, a sei, a tei, atei, tei, iti, iatei
sei, hei, se, isei, ihei, ihen
was ?
sale, sälo
teni
apa, sapa, epa
saua; asa
tava, dava, kava, gara, kala, daha- ka, etc.
e taha, nataha, a tafa, taa, hava na hava
sava, sa, na sava, hava
In der bahasa tanah, in Masarete, in der Bar- riai-Gruppe mit Neu-Guinea-Untergruppe und bei den Papuo-Melanesiern stehen die Frage-Pronomina gewöhnlich, wenn auch nicht ausnahmslos, am Schluß des Satzes. Soll ein besonderer Nachdruck auf das Fragewort gelegt werden, so kann es nach vorn gerückt werden. Bei den Alfuren der Mina- hassa dagegen und in den Salomonen- und Hebri- den-Sprachen stehen sie bald am Schluß des Satzes, bald an einer anderen Stelle, wie es scheint, entsprechend ihrer jedesmaligen Wichtigkeit im Satz. In der Minahassa scheinen sie häufiger am Anfang des Satzes zu stehen.
Beispiele: bahasa: ale o hehi sälo? Du suchst was? luma sale? Haus welches?
,22 ) v. Hoevell: „Ltd.", p. 21; — Lawes: „Gr.", p. Ii, 12; — Ray: „Rep.", p. 426, 440; — Codrington: „L.", p. 105, 106, 136.
123 ) Siehe Teil II, p. 212, Nr. 113. — Weitere Quellen für die Zusammenstellung: v. Hoevell: „Ldt", p. 21, 121, 122; — Derselbe: „Ambon", p. 113, 114; -— Hendriks: p. 16; — Niemann: „A. T v " p. 110, 112, 113; — Jellesma: „Bijdr', p. 9, 10; — Adriani: „Hoofd.", p. 255, 256; - Schwarz: „Wdb.", p. 21, 413, 434. — Schellong: „J.", p. 30; — Schmidt: „J.", p. 24; — Derselbe: „D. N. G.", p. 8, 56; — Turner: „Motu", p. 497; — Lawes: „Gr.", p. 156, 157; — Ray: „Rep.", p. 438—440; — Strong, p. 156; — Codrington: „L.", p. 133fr., 501, 507, 518, 528, 542, 549, 556; 411, 423, 434, 444, 462, 473; — Ivens, p. 769.
Barriai: eau karo saua? Du machst was?
eau eram sai? Du dein Name wer? (wie heißt du?)
eaba i^era sai? Der junge Mann sein Name wer? (wie heißt der junge Mann?)
Masarete: kai namuk ngaan sane? Du dein Name wer? (wie heißt du?)
Motu: oi ladamu dai-ka? (ebenso.)
Galoma: goi garamu rai? (ebenso). 124 )
Ich erblicke in dem Absatz „Pronomen" ein besonders starkes Glied in der Kette meiner Beweisführung.
C. Der Artikel.
Die bahasa tanah, wie auch das Masarete auf Buru kennt nicht den vor das Hauptwort gesetzten Artikel na, kennt überhaupt keinen Artikel. Bei den Papuo-Melanesiern verhält es sich ebenso. 12 '"') Dagegen haben die hier in Frage kommenden Sprachen der Süd-Salomonen und Nord-Neu-Hebriden den vorgesetzten Artikel na (Sa'a: na), der in Efate mit dem folgenden Substantiv so unzertrennlich ist, daß sie in einem Worte geschrieben werden. 120 )
124 ) Außer den in Anm. 123 bereits genannten Stellen: Lawes: „Gr.", p. 12, 28; — Schellong, ,.J.", p. 73, 74.
m ) v. Hoevell: „Ldt.", p. 18; — Hendriks, p. 10; — Ray: ,,Rep.", p. 427.
120 ) Codrington: „L.", p. 107, 108; — Ray: „N. H.", p. 103; — Suas, p. 38 und passim.