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ein gewisses Spiel das Dezimalsystem; — Arag; Api; Ambrym; Malekula (Neu-Hcbriden). Isl )
Das Dezithal-System.
Uber Wesen und Zweck der nachfolgenden Reihe ist dasselbe zu sagen, was bereits bei den vorstehenden Verzeichnissen bemerkt worden ist.
Nord- und Süd-Formosa; 182 ) — Philippinen; 183 ) —■ Sub-philippinische Sprachen; — Alfuren von Nord-Ceram; 184 ) — Nufoor und andere Sprachen und Dialekte der Geelvinkbai ; 18r ') — Eluauc und Emsau (St. Matthias-Gruppe); — Emirau, aber hier mit unvollständiger denarer Nebenform; — Simberi und Knwamerara mit Sigab (Tabar-Inseln); — Limba; Langanie (Langeni'e); Lassu;—Lamassong; — Pa- nakudu (Panakondo, Panukiudü); — Konobin; — Tegarot; —Katendan. (Ost); —Mamau; —Tawam- bossi; — Lambu; — Logun; — Messi; — Lamban;
— Komolabu; — Belik; — Namarodu; — Tabare;
— Palabong; — Nokon ; — Suralil; — Tanga-Inseln; —• Anir-Inseln; —■ Tsemalu und Tambassingora; — Watpi; King; Kait; Kalangor; — Kambangeriu; Yalui; Kondo (Lambel); — Lamassa; — Lambom und Kolonien; — Ngolhon; — Mimias. — Man sieht wieder eine Einwirkung des philippinischen oder subphilippinischen Wanderzugs. An keiner Stelle Melanesiens, abgesehen vielleicht von den Süd-Salomonen, ist die denarc Zählweise, untermischt mit dem unvollkommenen Dezimal-System, in so kompakter Form vorhanden. — Nuguria; — Tauu ; — Nukumanu (Tasman-Atoll) ; — Carteret- Atoll : — Nissan ; — Pororan; Petat; Gogohe (Buka); — Toboroi (Ost-Bougainville); — Fauro; Alu; Awa (Shortland-Inseln); — Luaniua (Ong- tong Java); — Sikayana; — Rubiana; — Bugotu ;
— Gower-Insel; — Malanta: — Florida; — Gua- dalcanar; —■ San Gristoval; — Ulawa; 180 ) — Espi- ritu Santo; — Oba; — Arag; —■ Maewo; — Malekula; 187 ) — Aniwa.
181 ) Codrington: „L.", p, 469; — Derselbe: „Melan.", p. 340; — Codrington and Palmer, p. XXII; das von Codrington in der vorgenannten Stelle ,,quinar' genannte System von Mota ist richtiger „unvollständig decimal"; — Ray: „N. H.", p. 161, 162; — Hagen et Pineau, p. 319.
183 ) Schetelig, p. 452, 462.
,83 ) „Journ. Anthrop. Inst", XXXI, 218; — Pardo de Tavera: „Consid.", p. 9ff.
184 ) Boot, p. 1185.
m ) v. Hasselt: „Spraakkunst", p. 30, 31. ,86 ) Codrington: ,.L.", p. 505, 511, 516, 522, 538, 545, 553; — Verguet, p. 232; — Woodford, p. 228.
187 ) Ray: „N. H.", p. 162; — Hagen et Pineau, p. 319.
Die scheinbar nicht melanesische oder jedenfalls stark fremdartige Sprache von Nayama-Pana- ras, Nord-Neu-Mecklenburg, besitzt das denare System, aber, wie mir scheint, mit Anzeichen einer Entwicklung aus dem quinaren System.
Schließlich muß noch auf die Subtraktion in den Zahlen hingewiesen werden, die auf Buru und Amblau, 18S ) auf Yap, auf den Admiralitäts- Inseln 180 ) und bei den Westlichen . Papuo-Mela- nesiern gefunden wird. 100 )
Diese Übersicht dürfte genügen, um zu zeigen, wie sehr die Zahlensysteme in Melanesien durcheinander geschachtelt sind, und wie häutig sprachlich sich ganz nahe stehende Völker sehr verschiedene Arten zu zählen besitzen. Sie zeigt, daß allerdings der Besitz oder Nichtbesitz bestimmter Systeme geeignet ist, Beweise für Zusammenhänge oder NichtZusammenhänge von Völkern, die auf andere Weise beigebracht werden, zu stützen, daß aber der gemeinsame Besitz gleicher Systeme ebensowenig an sich ein Beweis für gemeinsame Abstammung ist, wie das Fehlen übereinstimmender Systeme als ein Einwurf gegen sonst bewiesene Zusammengehörigkeit gelten kann.
G. Das Verbum.
In allen für meine Beweisführung in Betracht kommenden Gruppen sind die Verbal-Partikeln vorhanden, und zwar in Formen, die lautlich im allgemeinen übereinstimmen. Nahezu alle Formen sind durch die ganze Wanderschicht hin vorhanden, aber kein Satz stimmt vollständig mit einem anderen überein. Das ist aber in der Tat auch nicht zu erwarten, wenn man die verschiednartigen Einflüsse würdigt, denen diese Sprachen im Laufe ihrer Entwicklung ausgesetzt gewesen sind, und wenn man beachtet, wie selbst innerhalb einer Gruppe zwei ganz nahestehende Dialekte starke Verschiedenheiten in ihren Verbal-Partikeln zeigen. Im übrigen wird auch hier wieder klar, daß die Westlichen Papuo-Melanesier und die Massim der Bar- riai-Gruppe näher stehen als den Süd-Salomonen und Neu-Hebriden.
188 ) Hendriks, p. 12; — v. d. Miesen, p. 954.
189 ) Ray: „New Ireland and Admiralty Islands", p. 10. — Meine Aufnahmen (Teil II, p. 224fr.) bestätigen Moseleys Feststellungen.
190 ) Ray: „Rep.", p. 465, 466; — siehe auch Pott, p. 46.