Teil eines Werkes 
3 (1913) Untersuchungen über eine melanesische Wanderstraße / von Georg Friederici
Entstehung
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ein gewisses Spiel das Dezimalsystem; Arag; Api; Ambrym; Malekula (Neu-Hcbriden). Isl )

Das Dezithal-System.

Uber Wesen und Zweck der nachfolgenden Reihe ist dasselbe zu sagen, was bereits bei den vorstehenden Verzeichnissen bemerkt worden ist.

Nord- und Süd-Formosa; 182 ) Philippinen; 183 ) Sub-philippinische Sprachen; Alfuren von Nord-Ceram; 184 ) Nufoor und andere Sprachen und Dialekte der Geelvinkbai ; 18r ') Eluauc und Emsau (St. Matthias-Gruppe); Emirau, aber hier mit unvollständiger denarer Nebenform; Simberi und Knwamerara mit Sigab (Tabar-Inseln); Limba; Langanie (Langeni'e); Lassu;Lamassong; Pa- nakudu (Panakondo, Panukiudü); Konobin; Tegarot;Katendan. (Ost);Mamau;Tawam- bossi; Lambu; Logun; Messi; Lamban;

Komolabu; Belik; Namarodu; Tabare;

Palabong; Nokon ; Suralil; Tanga-Inseln; Anir-Inseln; Tsemalu und Tambassingora; Watpi; King; Kait; Kalangor; Kambangeriu; Yalui; Kondo (Lambel); Lamassa; Lambom und Kolonien; Ngolhon; Mimias. Man sieht wieder eine Einwirkung des philippinischen oder subphilippinischen Wanderzugs. An keiner Stelle Melanesiens, abgesehen vielleicht von den Süd-Salomonen, ist die denarc Zählweise, unter­mischt mit dem unvollkommenen Dezimal-System, in so kompakter Form vorhanden. Nuguria; Tauu ; Nukumanu (Tasman-Atoll) ; Carteret- Atoll : Nissan ; Pororan; Petat; Gogohe (Buka); Toboroi (Ost-Bougainville); Fauro; Alu; Awa (Shortland-Inseln); Luaniua (Ong- tong Java); Sikayana; Rubiana; Bugotu ;

Gower-Insel; Malanta: Florida; Gua- dalcanar; San Gristoval; Ulawa; 180 ) Espi- ritu Santo; Oba; Arag; Maewo; Male­kula; 187 ) Aniwa.

181 ) Codrington:L.", p, 469; Derselbe:Melan.", p. 340; Codrington and Palmer, p. XXII; das von Codrington in der vorgenannten Stelle ,,quinar' genannte System von Mota ist richtigerunvollständig decimal"; Ray:N. H.", p. 161, 162; Hagen et Pineau, p. 319.

183 ) Schetelig, p. 452, 462.

,83 )Journ. Anthrop. Inst", XXXI, 218; Pardo de Tavera:Consid.", p. 9ff.

184 ) Boot, p. 1185.

m ) v. Hasselt:Spraakkunst", p. 30, 31. ,86 ) Codrington: ,.L.", p. 505, 511, 516, 522, 538, 545, 553; Verguet, p. 232; Woodford, p. 228.

187 ) Ray:N. H.", p. 162; Hagen et Pineau, p. 319.

Die scheinbar nicht melanesische oder jeden­falls stark fremdartige Sprache von Nayama-Pana- ras, Nord-Neu-Mecklenburg, besitzt das denare Sy­stem, aber, wie mir scheint, mit Anzeichen einer Entwicklung aus dem quinaren System.

Schließlich muß noch auf die Subtraktion in den Zahlen hingewiesen werden, die auf Buru und Amblau, 18S ) auf Yap, auf den Admiralitäts- Inseln 180 ) und bei den Westlichen . Papuo-Mela- nesiern gefunden wird. 100 )

Diese Übersicht dürfte genügen, um zu zeigen, wie sehr die Zahlensysteme in Melanesien durch­einander geschachtelt sind, und wie häutig sprach­lich sich ganz nahe stehende Völker sehr verschie­dene Arten zu zählen besitzen. Sie zeigt, daß aller­dings der Besitz oder Nichtbesitz bestimmter Sy­steme geeignet ist, Beweise für Zusammenhänge oder NichtZusammenhänge von Völkern, die auf an­dere Weise beigebracht werden, zu stützen, daß aber der gemeinsame Besitz gleicher Systeme ebenso­wenig an sich ein Beweis für gemeinsame Abstam­mung ist, wie das Fehlen übereinstimmender Sy­steme als ein Einwurf gegen sonst bewiesene Zu­sammengehörigkeit gelten kann.

G. Das Verbum.

In allen für meine Beweisführung in Betracht kommenden Gruppen sind die Verbal-Partikeln vor­handen, und zwar in Formen, die lautlich im all­gemeinen übereinstimmen. Nahezu alle Formen sind durch die ganze Wanderschicht hin vorhanden, aber kein Satz stimmt vollständig mit einem an­deren überein. Das ist aber in der Tat auch nicht zu erwarten, wenn man die verschiednartigen Ein­flüsse würdigt, denen diese Sprachen im Laufe ihrer Entwicklung ausgesetzt gewesen sind, und wenn man beachtet, wie selbst innerhalb einer Gruppe zwei ganz nahestehende Dialekte starke Verschie­denheiten in ihren Verbal-Partikeln zeigen. Im übrigen wird auch hier wieder klar, daß die West­lichen Papuo-Melanesier und die Massim der Bar- riai-Gruppe näher stehen als den Süd-Salomonen und Neu-Hebriden.

188 ) Hendriks, p. 12; v. d. Miesen, p. 954.

189 ) Ray:New Ireland and Admiralty Islands", p. 10. Meine Aufnahmen (Teil II, p. 224fr.) bestätigen Moseleys Feststellungen.

190 ) Ray:Rep.", p. 465, 466; siehe auch Pott, p. 46.