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Belgisch-Kongo : geschichtliche, geographische und volkswirtschaftliche Studie / von J. Wiese
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92 Zweiter Teil. Geographisch-Wirtschaftliches über Belgisch-Kongo.

lichen Betrag nach der Kongokolonie." Die Ziffern der letzten drei Jahre sind:

1910 .... 36800000 Franken 1311 .... 48632877 1912 .... 53733403

In den neun ersten Monaten des laufenden Jahres stellte sich die Ausfuhr auf insgesamt 80 41V Tonnen von zusammen 20 378 000 Franken gegen 70 377 Tonnen von zusammen 19 91S000 Franken in derselben Zeit des Vorjahres. Als belgische Ausfuhrgüter nach dem Kongo kommen hauptsächlich in Betracht: Eisenbahnbaumaterial, Waggons, Maschinen, Webwaren, Kleider, Getreide, lebende Tiere, Schießpulver, Kurzwaren, Fleisch, Gemüse, Zement, Kalk, Kohlen, Kerzen. An Eisenbahnmaterial aller Art wurde für etwa 6 Millionen Franken nach dem Kongo geschickt.

Einer der wichtigsten Faktoren für eine rationelle Entwicklung des Kongohandels ist die Flußschiffahrt, die namentlich in den letzten Jahren Gegenstand besonderer Anstrengungen gewesen ist. Am 1. Juli 1913 war der Schiffsbestand der Regierungsflotte folgender: 5 Dampfer von 500 Tonnen, 1 Dampfer von 200 Tonnen, 3 Dampfer von 150 Tonnen, 2 Schlepper mit einem Leichter von 350 Tonnen,

I Schlepper mit Leichter von 70 Tonnen, 4 Dampfer von 35 Tonnen,

II Dampfer von 18 bis 20 Tonnen, 15 kleinere Dampfer und Schlepper und eine Vaggermaschine. Verschiedene neue Schiffe waren 1913 im Bau, u. a. das Dieselmotor-PostschiffBelgica", ein Geschenk des Königs an die Kolonie. Die Kongoschiffahrt geht bekanntlich durch die Einführung von Petroleumheizung und Dieselmotorantrieb einer vielversprechenden Umwälzung entgegen, die sich allerdings erst lang­sam entwickeln wird.

Die Eisenbahnen im belgischen Kongo.

Haben wir soeben die Schiffahrt erwähnt, so müssen wir nunmehr des Eisenbahnverkehrs gedenken, der im Kongo­staat vielleicht eine noch größere Rolle spielt als in anderen Ländern des dunklen Erdteils.Ohne Eisenbahnen ist der Kongo keinen Pennn wert", sagte Stanley auf dem Berliner Kongresse mit Recht. Man vergegenwärtige sich nur, daß im Innern des Kongobeckens der Verkehr auf den 12 bis 15 Krn langen schiffbaren Stromstrecken statt-