Die Internationale Gesellschaft am Kongo.
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geplante Fahrt bis zu den Stanleyfällen an. Drei Dampfer und ein größeres Boot gewährten freilich sichereren Schutz als die schwache „Lady Alice", die sieben Jahre früher von den Wassern des Kongo ozeanwärts getragen wurde. Die Fahrt verlief ohne Unfall, aber auch ohne bedeutende wissenschaftliche Ergebnisse. Am 15. November kam man in das Land Koruru, wo die wilden Kannibalen hausten, mit denen Stanley auf seiner denkwürdigen ersten Reise förmliche Seeschlachten zu bestehen hatte. Nun war es freilich anders. Als die Kannibalen der gewaltigen Schiffe ansichtig wurden, die pustend und pfeifend von selbst gegen den Strom hinauffuhren, das Wasser peitschten und mit rastlos bewegtem Rade weithin schäumende Wellen spritzten, da mochten freilich manche denken, solch ein unglaubliches Flußpferd sei noch nicht dagewesen. Bald entsank ihnen daher aller Mut. Sie waren zu allem bereit und erbötig. Die Expedition konnte ihr Nachtquartier mitten im Dorf aufschlagen. Am 1. Dezember erreichte man den untersten der Stanleyfälle, das Endziel der Reise. Hier wurde nun die weitest entlegene Station gegründet, durch Voten ein Gruß nach Kamera an den Tanganjika entsendet und bald die Rückreise angetreten. Ingenieur Bennie blieb mit 30 Leuten aus Sansibar auf der Station zurück; sie lag aus der Insel Wema Rusani, einem fruchtbaren Eiland mit etwa 150t) Bewohnern. Am 2V. Januar 1884 war Stanley, nach einer Abwesenheit von vier Monaten und 26 Tagen, wieder in Leopoldville, und nun war alles für die Gründung des Kongostaates vorbereitet.
Die Gründung des Kongostaates.
Schon am 13. Januar 1883 hatte die französische Kammer Brazzas Bertrag mit Makoko gutgeheißen; das offizielle Regierungs- Journal veröffentlichte den Wortlaut. Bald darauf bewilligte die Kammer für Brazzas Expedition 1^ Millionen Francs sowie zahlreiches Material an Waffen, Munition und Fahrzeugen. Nun aber beanspruchten die Franzosen, auf eine angebliche Oberhoheit Makokos sich berufend, auch auf dem linken Fluß- und dem südlichen Seeufer in dessen Rechte einzutreten. Da nun alle Welt für den Kongo schwärmte, kam auch in Portugal der Gedanke zur Geltung, daß man vor allen Mächten dort mitsprechen dürfe, wo seit 400 Jahren portu-
Wicsc, Belgisch.Kmigo. 2