Schlußurteil.
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und Lieutenant Prince ist von einer dichten Volksmenge im Gebiet zwischen Nuaha und Ulanga überzeugt. Den Distrikt von Mbamba bielt Graf Pfeil für einen der dichtest bevölkerten, den er kannte. In Khntn ist die alte Bevölkerung zwar zum großen Teil vernichtet, aber dafür sind vorn Süden her Mafiti eingedrungen. Dazu kommt, daß größere, völlig unbewohnte Landstriche mit Ausnahme von Teilen Usangos ganz fehlen.
Wenn ich dies alles überlege, so glaube ich berechtigt zu sein, die Bevölkeruugsdichtigkeit dieser Gebiete auf wenigstens 8 für das Kilo- meter zu bestimmen. Ich brauche nicht zu wiederholen, was ich auch bei den früheren Kapiteln aussprechen mußte, daß es sich nur um allgemeine Schlußfolgerungen handeln kann. Aber es muß uns doch darauf ankommen, zunächst einmal einen Überschlag zu gewinnen.
Da das umschriebene Gebiet einen Flächeuranm von rund 2420 Quadratmeileu, oder 135000 Quadratkilometern umfaßt, so erhalten wir für die Zwischenlandschafteu eine Bevölkerungsanzahl von rund 1080000 Menschen.
3. Das Küstengeöiet.
Das Küstengebiet der Mitte umfaßt die Landschaften Useguha, umfans,. lldve, Ukwere, Usaramo und erstreckt sich von der Mündung des Pau- gaui zu der des Rufiyi hin. Es ist ein Gebiet von etwa 550 Quadrat- meilen oder 30800 Quadratkilometern Umfang, und in seiner nördlichen Hälfte von dichter Bevölkerung. Baumann schätzt Useguha auf eine Einuw>„>crzal,i. Dichtigkeit von 6—8 Kopf aufs Kilometer und meint selbst, dies sei zu niedrig gegriffen. Wenn man die großen Dörfer an der Küste und den reichen Anbau der ganzen nördlichen Landschaft erwägt, welcher teilweise au deutsche Verhältnisse erinnert, so wird mau allerdings zu der Überzeugung gelangen, daß die Bevölkerungsdichtigkeit von Finnland für dieses Gebiet zu gering ist. Der Ort Saadani allein zählt nach amtlicher Mitteilung 4000 Einwohner (Deutsches Kolonialblatt 1894, 5).
Die Senkung des Msangasi-Baches und der ganze Strich zwischen Kiliudi-Berg und Küste ist voll von Dörfern. Ich glaube durchaus nicht