Druckschrift 
Deutsche Kolonien : Koloniales Lesebuch zur Einführung in die Kenntnis von Deutschlands Kolonien und ihrer Bedeutung für das Mutterland / ausgew., eingel. u. m. e. Sachreg. vers. von Willy Scheel
Entstehung
Seite
216
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Anhang

1 .

Kurze Übersicht über den heutigen Stand unserer Kolonien.

1. Deutsch-Ostafrika.

Deutsch-Ostafrika ist die größte unserer Kolonien, es mißt fast doppelt soviel Flächenraum wie das Deutsche Reich, nämlich 995 000 ;

es stößt unter 503 . an den Indischen Ozean und reicht mit seiner Küste bis über 10 0 8. nach Süden. Von dort streicht die Grenze den Ruwuma aufwärts und erreicht scharf westwärts den Njassa-See, zieht an dessen Ost- und Nordufer entlang, von dort fast an das Süd­ende des Tanganjika-Sees hinüber nach Westen und folgt dann nach Norden dem Ostufer des Sees und weiter am Russist entlang eben­falls dem Ostufer des Kiwu-Sees. Dort macht die Grenze einen Haken nach Osten und geht scharf ostwärts ungefähr unter 1°8. quer durch den Viktoria-Njansa bis Schirati, von da in gerader Linie, den Kilimandscharo umschließend nach 80 und erreicht ungefähr unter 5" 8. den Indischen Ozean.

Dies gewaltige Gebiet ist in 22 Bezirksämter und Militär­bezirke geteilt: 1. Wilhelmstal (Usambara), 2. Tanga, 3. Pangani, 4. Bagamoyo, 5. Morogoro, 6. Dar es Salam, 7. Rufiji, 8. Kilwa, 9. Lindi, 10. Ssongea, 11. Langenbnrg (Njassa), 12. Udjidji (Ost­ufer des Tanganjika), und im Binnenlande 13. Mpasma, 14. Moschi (am Kilimandscharo), 15. Muansa, 16. Tabora; Militärbezirke: