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Kolonialpolitik / von Alfred Zimmermann
Entstehung
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194
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X. Koloniale Handelspolitik.

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I.

Die kolonialen Erwerbungen Portugals verdankten ihre Entstehung bekanntlich nicht kaufmännischem privaten Unternehmungsgeiste, sondern zäher langjähriger Arbeit der Regierung. Ihre Schiffe und ihre An­gestellten sind es gewesen, die im Laufe langer Jahrzehnte die ganze West- und Ostküste Afrikas ebenso wie Ostindien unter portugiesischen Einfluß gebracht haben. Die private Schiffahrt und der private Unter­nehmungsgeist waren damals in Portugal so gering entwickelt, daß sie an überseeische Unternehmungen auf eigne Faust gar nicht hätten denken können. Es war daher nur natürlich, wenn die portugiesische Regierung den Handel mit diesen Gebieten sowie zwischen ihnen und den wichtigsten Reichen in Asien und Afrika sich fortgesetzt allein vorbehielt, den Ver­kehr zum ausschließlichen Recht ihrer Schiffe machte und ihre Unter­tanen anwies, sich ihrer allein zu bedienen. Die wertvollsten Erzeug­nisse Indiens, die Gewürze, erklärte sie außerdem zu ihrem Monopol, um nach Belieben ihren Preis bemessen und möglichst hohe Gewinne