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Der Zauber des Elelescho / von C. G. Schillings. Mit 318 Abb., meist photographischen Original-Tag- und Nachtaufnahmen des Verfassers, urkundtreu in Autotypie wiedergegeben
Entstehung
Seite
447
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Die erste mir gelungene Nachtaufnahme: Eine Mangustc srechts unter den Dornen) raubt den ausgelegten Köder. tAufnahme ohne Schlitzverschlujz.I

XVI.

Tierphotographie in der Wildnis bei Tag und Nacht.

Das einfache Rezept, wie man einen Löwen fängt, ist jedem Leser bekannt. Man schaufelt die Sahara durch ein Sieb und bemächtigt sich so auf mühelose Weise des Königs der Wüste.

photographieren läßt sich aus so einfache Weise der Löwe nicht. Wohl tausendmal und noch öfter bin ich gefragt worden, wie ich meine inMit Blitzlicht und Büchse" abgebildeten Löwen photographiert hätte. Das ist nicht so leicht zu beantworten.

Bevor ich mit meinen Kufnahmen frei lebender Tiere in die Gfsent- lichkeit trat, waren mir nur einige wenige wohl gelungene Nachtauf­nahmen amerikanischer hirscharten bekannt, die ein amerikanischer Rechtsanwalt und begeisterter Jäger in langjährigen Bemühungen zu­stande gebracht hatte. Nach zahlreichen fruchtlosen versuchen gelang es diesem unermüdlichen photographischen Jäger, einige in der Nähe des Flußbettes zur Nachtzeit äsende Hirsche auf die Platte zu bringen, während er sich in einem Boot den Fluß herabtreiben ließ. Im Vorder­grunde seines Fahrzeuges hatte er mehrere Kameras aufgestellt. Kam er nun mit seinem Boote in den Bereich dicht am Wasser stehender Hirsche, so ließ er sein Blitzlicht aufflammen, und erzielte nach mannigfachem Mißgeschick im Laufe von, wenn ich nicht irre, zehn Jahren einige inter­essante Bilder, die seinen Namen in den vereinigten Staaten bekannt machten, aus einer pariser Weltausstellung viel Kufsehen erregten und einer goldenen Medaille für würdig befunden wurden. Ferner Kannte ich einige teleskopische Tieraufnahmen Lord Delameres aus Gst-