Druckschrift 
Der Zauber des Elelescho / von C. G. Schillings. Mit 318 Abb., meist photographischen Original-Tag- und Nachtaufnahmen des Verfassers, urkundtreu in Autotypie wiedergegeben
Entstehung
Seite
429
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Ein weibliches Stcppcnhuhn i?teroclss xutturalis ssturatior H->rt>> in der Nähe seines Nestes, iAufnahme mit der kleinen Hc>ndwinera,>

XV.

Nachtphotographie unter schwierigen Umständen.

In der Phantasie und nach den Erzählungen oberflächlicher Bericht­erstatter gibt es bekanntlich Wildtränken, zu denen in der trockenen Jahreszeit das exotische Wild unbedingt und unter allen Umständen ziehen mutz, um seinen Durst zu stillen.

Wäre dem so, gäbe es wirklich irgend ein Wasserloch, eine Wasser­gelegenheit, an denen die durstigen Mildrudel unbedingt erscheinen müß­ten, so gäbe es wohl längst in jenen Gegenden Kein Mild mehr. Der Giftpfeil des Eingeborenen, Raubtiere, die Erfindung des Pulvers hätten dann längst alles Eierleben vernichtet. Immerhin Kann man unter Umständen in der trockensten Zeit mit einiger Sicherheit an gewissen Masserstellen Mild erwarten. Dann aber spielen der Mind und andere Umstände immer noch eine genügend einflußreiche Rolle, um den An­stand zu erschweren oder erfolglos zu machen. Genügt doch beispiels­weise das Erscheinen großer Raubtiere in der Nähe des Wassers, um die übrige Tierwelt eine Zeitlang von dort fernzuhalten!

Ich habe dann und wann, namentlich behufs Erlangung seltener Vögel, den Knstand am Wasser ausgeübt. Geschah dies aber aus an­deren Gründen, so habe ich mich meist lediglich auf die Beobachtung des Tierlebens beschränkt. Der Knsitz beim Wasser behufs Erlegung von Wild hätte in der Tat nur dann einen Reiz für mich gehabt, wenn ich dort etwa sehr starke Elefantenbullen hätte erwarten Können' alles übrige Wild stand mir ja in genügender Fülle ohnehin zu Gebot.