Krvlze dunkl >icfiirbte wporcngänsc <?!ectioxterus ßzmbensis) in der Lagunc.
VIII.
Was mir der Urrvaldstrom erzählte.
Ein Naturtheater von wundervoller Herrlichkeit bietet sich dem Wanderer, der auf unbetretenen Pfaden den großen Wasseradern im Osten AquatorialafriKas folgt.
Träge, trüb und langsam wälzt ein Strom in Tausenden von oft recht beträchtlichen Krümmungen seine Wasser dem fernen Indischen Gzean zu. Die weltfernen majestätischen Gletscher des höchsten deutschen Gebirges, des gewaltigen Xilimandscharo-Massivs, senden zahlreiche Rinnsale herab in die dürstende Steppe. Sie werden zu Bächen, Kleinen Flüssen, durchströmen zum Teil das Lecken des vjipesees und vereinigen sich endlich zum Rufustrome. Ihn begleitet aus seinem von zahlreichen Stromschnellen und einem bedeutenden Wasserfall unterbrochenen Laufe zum Indischen Gzean, gleich so manchen seiner afrikanischen Brüder, scheinbar üppiger Galeriewald. Kber nur selten dehnt sich dieser Wald weiter in die Steppe hinaus,' nämlich nur dort, wo ihm die Gestaltung der Bodensläche günstig ist. Kber das ist meist nicht der Fall, und schon wenige Schritt seitwärts verdurstet Baum wie Strauch, wenn ihre Wurzeln das notwendige Naß nicht dem Flußlause selbst entnehmen Können. Tin überwältigender Reichtum an Fischen ist dem Strome allenthalben eigen, wo er durch unbewohnte Gegenden fließt. Wieviel Tausende von tierischen Feinden diesem Reichtum auch nachstellen — er scheint unerschöpflich. Die oft versumpften User des Stromes und seine weiten Inundationsgebiete geben den Fischen so reiche Gelegenheit zum Laichgeschäft, daß jedes Kleine Rinnsal zu Seiten von Fischbrut erfüllt ist und von jungen Fischen wimmelt.