Eine der ältesten ,>Nc>tururlunden" von Menschenhand: Mmnmntzcichnuini auf Elfenbein aus der Tnluvialzcit, Venil. Seite V2.
<Aus dein Werke L. Reinhardts „Der Mensch zur Eiszeit in Enropa".>
II.
von der Mammutzeichnung des viluvialmenschen bis zum Tele- und Vlitzlichtbild.
Der geheimnisvolle Reiz wilder, von Menschenhand noch nicht oder Kaum berührter Naturschönheit, alles, was ich als „Elelescho- zauber" hier zu schildern versucht, erklärt das große und warme Interesse, das meine Tierbilder in der Heimat fanden. Man fühlt in der Zeit der vom Menschen unterjochten Elektrizität, daß die Stunde alles „Wilden" — des Menschen und des Tieres — geschlagen hat. Und so dürftig und anspruchslos auch die Kleinen Skizzen und Bilder waren, die ich der Wildnis abgerungen, so sehr fühlten es alle Naturfreunde, daß hier authentische Natururkunden eigenster 5lrt vorlagen, und daß sie Geheimnisse enthüllten, die nie eines Menschen Kuge vorher geschaut hatte oder die zu schauen nur wenigen vergönnt war. —
Kber eigenartig waren die Bilder auch aus anderem Grunde: sie zeigten zum ersten Male wirklich wilde Tiere in voller Freiheit, so, wie sie tatsächlich dort drüben ihr Wesen trieben in Steppe und Dornwildnis, in Urwald, Sumpf, Luft und Gewässer. — Sie zeigten unverfälschte Natur und darum mußte ihnen ein hauch von Wahrheit und Schönheit eigenerArt anhaften. Doch überraschten sie auch, weil die bisherige Darstellung der Tierwelt vielfach mit dem, was die photographische Platte uns zeigte — nicht harmonierte.
Die Herrschaft des rein Stosslichen in der Nunst ist so übermächtig, daß es wohl noch langer Zeit bedarf, bis weitere Kreise fähig sind,