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Der Zauber des Elelescho / von C. G. Schillings. Mit 318 Abb., meist photographischen Original-Tag- und Nachtaufnahmen des Verfassers, urkundtreu in Autotypie wiedergegeben
Entstehung
Seite
336
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Zur Elcfautcuvcruichtuug durch acwerv-mMigc ^chülicu^ Auluuft ciucr t!Ifcubciu<>xarawauc der Faktorei L, Deug >K C»> iu Pm'tuliiejijch-Oswfrira,

XII.

von aussterbenden Riesen.

Jeder Kenner Aquatorial-GstasriKas wird mir darin recht geben, daß es heute leichter ist, fünfzig Nashörner zu erlegen, wie einen ein­zigen Elefantenbullen von hundert oder mehr Kilo Zahngewicht.

Die meisten dieser gewaltigen Urtiere ^ haben nur verschwindende Überreste als Urkunden ihres einstigen Vaseins zurückgelassen, viele Krten aber mögen spurlos verschwunden sein, ohne daß wir von ihnen irgend ein Überbleibsel besitzen. Kus historischer Zeit sind wohl die schwarzen Granitsarkophage auf dem Totenseide von SaKKarah in Ägypten, die die heiligen Kpisstiere vor dreieinhalb Jahrtausenden auf­nahmen, mit ihrem Gewicht von 65000 Kilo jeder einzelne, die mäch­tigsten Denkmäler, die je von Menschen einem Tiere geweiht wurden! Vem Ptah, dem Gott von Memphis, waren Stiere geheiligt, und ihre Grabdenkmäler, ^ die Mariette im Jahre l85l wieder ans Tageslicht brachte, Künden in eindrucksvoller Sprache von dem einstigen pom­pösen Tierkult in alter Zeit.

Dem afrikanischen Elefanten, der in den letzten hundert Jahren zu Millionen von Menschenhand getötet worden ist, werden Keine Denk­mäler erbaut. Kaum die geringsten Überreste, außer einigen der ge­waltigen Zähne, derentwegen der INensch ihn tötete, werden in Künstige Zeiten hinübergerettet werden, in Zeiten, in denen sein indischer Vetter,

1 Einst wurden weite Gebiete der Erdoberfläche tatsächlich von den ver­schiedenen, teilweise eine riesige Größe erreichenden Ur-Elefantcn im Zinne des Wortes beherrscht.