Druckschrift 
Ergebnisse einer Reise durch das Zwischenseengebiet Ostafrikas 1911 : mit Beiträgen mehrerer Fachmänner, 8 Bildertafeln und 4 farbigen Karten / von Hans Meyer
Entstehung
Seite
101
Einzelbild herunterladen
 

101

Dipsacaceae. Scabiosa columbaria L. 1170.

Cucurbitaceae.

Momordica foetida Schum. et Thonn. var. 1156.

Campanulaceae.

*.Wahlenbergia recurväta v. Brehmer nov. spec. 1178.

Wahlenbergia virgata Engl. var. 1157. Lobelia Holstii Engl. ii8t.

Compositae.

Hoehnelia vernonioides Schwfth. 1149. Erlangea cordifolia (Oliv, et Hiern)

Moore n6r. Conyza pyrrhopappa Seh". Bip. 1153. Wedelia mossambizensis Oliv. 1243. Spilanthes acmella L. 1231.

Coreopsis Buchneri Klatt 1213. C. frondosa O. Hoffm. 1190. Senecio multicorymbosus Klatt 1197. S. sagittatus DC. 1132. Osteospermum moniliferum L. 1180. Berkheya Zeyheri (Harv. et Sond.) Oliv. 1205.

Erythrocephalum zambesianum Oliv, et Hiern 1230.

10.

Vorbericht über die zoologische Sammlung.

Von Herrn Dr. R dition Hans Meyer Objekte gesammelt wor

20 Säugetiere, 120 Vögel, 59 Reptilien, 63 Amphibien, 30 Fische, etwa 150 Mollusken, 26 Krustazeen, 18 Myriopoden 958 Arachniden,

Houy sind auf der Expe- s die folgenden zoologischen

den:

279 Hymenopteren, 1150 Käfer, 122 Schmetterlinge, 830 Rhynchoten, etwa 1800 Orthopteren,

260 Dipteren, etwa 100 Insekten an­derer Gruppen, einige Würmer.

Da eine genaue Darstellung der gesammelten Tiere in einem besonderen Bande des Reise­werkes erfolgen soll, und das Material bereits zur Bearbeitung an verschiedene Spezialisten verteilt ist, so kann ich mich hier auf eine kurze Hervorhebung des wissenschaftlichen Wertes der Sammlungen be­schränken.

Die Expedition verfolgte in erster Linie andere als zoologische Interessen, und diese gestatteten dem Arzt, Herrn Dr. Houy, dem auch die Zoologie über­tragen war, nur an wenigen Orten längere Zeit zu verweilen und intensiver zu sammeln. Es war ferner wegen der Schwierigkeit des Transportes das Sammeln größerer Tiere nur in geringem Maße beabsichtigt. Aus diesen Gründen konnte man nicht eine große zoologische Ausbeute erwarten. Um so erfreulicher ist das Resultat. Es sind zwar manche Gruppen in der Sammlung nur in einer geringen Zahl von Exemplaren vertreten, dagegen andere verhältnis­mäßig sehr reich, und, was noch wichtiger ist, alle sind vorzüglich konserviert und so sachgemäß gesammelt, daß man sich nicht nur auf eine Liste der gefundenen Tiere zu beschränken braucht, sondern eine gründliche Durcharbeitung wertvoll erscheint, die außer einer großen Zahl neuer Formen sicher auch unsere Kenntnis von der Verbreitung der

Tiergruppen im westlichen Gebiete Deutsch-Ost­afrikas sehr fördern wird.

Man muß Herrn Dr. Houy dafür dankbar sein, daß er seine Aufgabe in der Weise gelöst hat, die bei einer Expedition, welche große Gebiete ziemlich rasch durchzieht, als die allein wissenschaftlich wert­volle Resultate bringende bezeichnet werden muß, d. h., er hat nicht alles, was ihm in den Weg ge­kommen ist, planlos gesammelt, sondern sich hauptsächlich auf wenige Gruppen beschränkt, diese aber möglichst gründlich gesammelt und der Bezeichnung ihrer Fundorte, ihrer Konservierung und Verpackung usw. die größtmögliche Sorgfalt angedeihen lassen, und ferner hat er von den übrigen Gruppen sich bestrebt, möglichst zahlreiche Arten zu erhalten oder eine große Zahl von Indivi­duen nur dann, wenn sie durch auffallende Varia­bilität oder andere Erscheinungen wissenschaft­liches Interesse in besonderem Maße zu verdienen schienen..

Als Beispiel möge nur folgendes angeführt werden. Die Zahl der gesammelten Säugetiere beträgt zwar nur 20, sie gehören aber nicht weniger als 13 Gattungen an. (Cercopithecus, Papio, Miniopterus, Rhynchocyon, Chrysochloris, Canis, Felis, Lutra, Otolemur, Tragelaphus, Ce- phalophus, Bubalus, Procavia.) Die gesammelten 120 Vögel umfassen 80 Arten, darunter seltene Frankoline, Turakos, Baumhopf, Buschwürger, Nektarinien des Hochgebirges u. a. Besonders wird durch Musophaga rossae, Corythaeola cristata, Cen- tropus occidentalis und Laniarius congicus wieder das zahlreiche Vorkommen typisch westafrikanischer Arten in Ruanda bestätigt. Von Reptilien, von denen 18 Gattungen und 30 Arten vertreten sind, ist vom Sammler vor allem auf die tiergeographisch wichtigen Chamaeleonten Gewicht gelegt, und unter ihnen verdienen die in größerer Zahl vorhandenen Exemplare von Ch. bitaeniatus besonders hervor-