Vorwort.
iVleine ostafrikanische Expedition 19 ri war, wie die frühere, eine Privatexpedition, aber sie hatte halbamtlichen Charakter, weil ich als Vorsitzender der ,,Landeskundlichen Kommission des Reichskolonialamtes" auch für die Zwecke dieser Kommission mitarbeitete. Vom Reichskolonial- a m t und den in Ostafrika tätigen Beamten und Offizieren wurde mir deshalb weitgehende Förderung zu teil, wofür ich allen Beteiligten meinen herzlichen Dank sage.
Ferner ist es mir eine angenehme Pflicht, den beiden Männern, die ein halbes Jahr lang draußen in tagtäglicher mühsamer Berufsarbeit mit mir durchgehalten haben, auch öffentlich meinen Dank auszusprechen : Herrn Oberleutnant T i 11 e r als dem Topographen der Expedition und Chef des Karawanenbetriebs, und Herrn Dr. H o u y als dem Arzt der Expedition und dem zoologischen Sammler und Beobachter. Die von ihnen ausgeführten kartographischen und landeskundlichen Arbeiten sind im vorliegenden Heft mitenthalten. Beide Herren sind schon seit einem halben Jahr wieder auf deutsch- afrikanischem Boden tätig, und zwar als Mitglieder der deutsch - französischen Grenzkommission in Kamerun.
.Aufrichtigen Dank weiß ich den Herren, die das von uns heimgebrachte wissenschaftliche Material bearbeitet haben: Herrn Dr. Wedemeyer von der Nautischen Abteilung des Reichs-Marinc-Amts, der die Höhen berechnet hat; den Herren Kartographen Sprigade und Moisel, die die
schwierige Konstruktion der vier im Anhang beigegebenen Karten teils ausgeführt, teils geleitet haben; Herrn Hauptmann Dr. Weiß für die sachkundige Unterstützung bei der Wahl des photographischen, photogrammetrischen und topographischen Instrumentariums und bei der Bearbeitung der photogrammetrischen Aufnahmen; den Herren Dr. Koert, Dr. F inck h und Dr. Schloß- m acher, die meine der Königl. Geologischen Landesanstalt in Berlin überwiesene Gesteinssammlung bestimmt haben; den Herren Geheimrat E n g 1 e r , Dr. M i 1 d b r a e d , Professor V olkens und mehreren anderen Herren vom Königl. Botanischen Museum in Berlin für die Bearbeitung meines dem Museum eingegliederten botanischen Materials; Herrn Professor Brauer, dem Direktor des Königl. Zoologischen Museums in Berlin, der die umfangreiche zoologische Sammlung, die ich dem Museum überwiesen habe, an zahlreiche Spezialisten verteilt hat und ihre spätere Publikation vorbereitet; Herrn Professor J o h. N e u m a n n in Hamburg für die Bearbeitung der von mir mitgebrachten Schädel und Gehörne von Watussi-Rindern.
Alle übrigen wissenschaftlichen Ergebnisse der Expedition sowie eine auch für das große Publikum bestimmte Reiseschilderung werden in einem Werk zusammengefaßt, das, wahrscheinlich in drei Oktavbänden, vom nächsten Jahr an erscheinen soll.
Leipzig, Anfang März 1913.
Hans Meyer.