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Die wesentlichsten Ergebnisse der Tätigkeit Oberleutnant T i 11 e r s in Ussagara sind die Meßtischaufnahmen und die photogrammetrische Festlegung des Pala Ulanga-Gebirgsstockes.
Die aus dem Rahmen der vorbesprochenen Karten herausfallenden Routenaufnahmen und photo-
grammetrischen Messungen Oberleutnant T i 1 ler s und die Höhenbestimmungen Geheimrat Meyers werden auf den demnächst erscheinenden Neubearbeitungen der Sektionen A i, A 2 und B2 der großen Ostafrika-Karte zur Darstellung kommen.
8.
Die geologischen Ergebnisse der Expedition Hans Meyers 1911 durch das Zwischenseengebiet Ostafrikas.
(Hierzu eine geologische Skizze des Reiseweges, auf der Übersichtskarte.) Von K. Schloßmacher.
Auf der Strecke von Bukoba am Victoria-See bis zum Njawarongo wurden vorwiegend rote Tonschiefer, Quarzite und Sandsteine angetroffen. Herrma n n *) hat diese Ablagerungen i S99 für den Teil zwischen Victoria See und Kagera ausführlich beschrieben; seine Beobachtungen finden sich in allem bestätigt. Das Streichen ist durchgehend SSW—NNO, die Lagerung im allgemeinen flach. Nach Westen zu fällt sie allmählich immer steiler nach WNW ein. Dies zeigen die Meyer- schen Messungen: Bukoba lO°, West-Ihangiro io° bis 20°, südlich des Mohasi-Sees 30 0 . Zahlreiche von Norden nach Süden verlaufende Störungen durchsetzen und verwerfen diese Schichten; sie sind auf der Karte durch Flußtäler und Seen deutlich markiert. In ihrer Nähe sind die Schichten stark gestört, was sich in den Unregelmäßigkeiten im Streichen und Fallen zu erkennen gibt. Wichtig und neu ist die Feststellung des Vorkommens von Diabasen und Konglomeraten.
AmNjawarongobeginntdasGebietderP rimär- formation, mit NNW— SSO-Streichen; die Gesteine sind Tonschiefer, Phyllite und Quarzite- In der Gegend von Ruasa wurde dann die von Herrmann 2 ) 1904 beschriebene große SW—NO- Störung, die Umbiegung des N—S-Grabenrandes am Nordostende des Kiwu-Sees, überschritten. Jenseits der Störung fanden sich nur granitische Gesteine (Granite und deren Ganggesteine). Den
J ) Herrmann, Der geologische Aufbau des deutschen Westufers des Victoria-Nyansa. Mittig. aus den Deutschen Schutzgebieten, Bd. 12.
2 ) Herrmann, Das Vulkangebiet des zentralafrikanischen Grabens. Mittig. aus den Deutschen Schutzgebieten. Bd. 17.
Hauptanteil an dem Aufbau der Gegend haben aber dort die jung v ulkanische n Gesteine, die die älteren Formationen überdecken und nur stellenweise zum Vorschein kommen lassen. Aut den Inseln des Kiwu-Sees, also westlich des N — S verlaufenden Bruchrandes, fanden sich ebenfalls nur granitische Gesteine, östlich der Störung aber, von Lubengera bis zum oberen Njawarongo, nur Gesteine der Primärformation; also genau dieselben Verhältnisse wie bei dem nordöstlich verlaufenden Teil der Störung. Vom oberen Njawarongo ab nach Osten und Süden stellen sich wieder granitische Gesteine ein. Sie treten aber nun nicht mehr allein für sich, sondern in engster Verknüpfung mit den Schiefern, Glimmerschiefern, Phylliten, Quarziten und Amphiboliten der Primärformation auf; die Kontaktgesteine des Muwissi-Gebirges beweisen diese nahe Verbindung. Auch Gneise, bei denen sich in den meisten Fällen ein granitischer Ursprung (Orthogneise) erkennen läßt, sind nicht selten, treten sogar stellenweise überwiegend auf. Dieser Wechsel von Gesteinen hält im weiteren Verlauf der Route bis Mugera an der ersten Ruwuwufurt an.
Dort erscheinen wieder die rötlichen Schiefer und Sandsteine. Nach Osten herrschen dann wieder dieselben Verhältnisse wie von Bukoba bis zum Njawarongo: rote Tonschiefer, Sandsteine, Quarzite, Konglomerate und Diabase in flacher Lagerung mit SSW—NNO-Streichen. Aus Nordost-Uha und West-Usämbiro stammen einige Stücke von Hornstein, die wegen des Vergleichs mit ähnlichen Gesteinen, die Dantz am Tanganjika gesammelt hat (siehe unten) von Interesse sind.
In Usämbiro beginnt wieder das Gebiet der älteren Schiefer und Granite. Das Granit-