103
den Morgenandachten, bei den freien Zusammenkünften und bei dem schönen Ausflug auf den Gemmi, von dem wir einen herrlichen Blick in die Waldtäler der zu Amedzowe gehörenden Orte Gbedzeme und Biakya hatten, wahrend die Ebene in den Dunst des Harmattan eingehüllt war.
12. Ein Missionsfest in Peki.
Nach der General-Konferenz brachen die Missionare bald wieder nach ihren Stationen auf. Mir blieben noch einige Tage, die mit Erledigung wichtiger Schriftstücke und Beratungen reichlich ausgefüllt waren. Meine Vorbereitungen zur Rückreise an die Küste waren bald getroffen, während Geschwister Bürgt, die einen Erholungsurlaub in Europa antraten und mich begleiten wollten, natürlich mehr zu tun hatten. Am letzten Tage meines Aufenthaltes unternahm ich noch einen kleinen Ausflug auf die Spitze des Geh, von dem man einen wundervollen Blick in die Berge und weit hinaus in die Ebene hat. Sehr schön war es, daß Präses Däuble, der mir am 1. November in Keta namens der Ewegemeinden den Willkommensgruß geboten hatte, mich nun auch zugleich mit Geschwister Bürgt verabschieden konnte. Er tat es im Anschluß an die Worte Apgesch. 15, 40—41: „Paulus zog hin, der Gnade Gottes befohlen von den Brüdern und stärkte die Gemeinden." Sein Wunsch war, daß die Inspektionsreise, wie sie zur Stärkung der Ewegemeinden gedient habe, so auch zu einer kräftigen Belebung der Missionsgemeinden beitragen möge, damit unter Gottes Segen dem Beraten der General-Konferenz auch die Taten folgen könnten. Freitag, den 14. Februar, brach ich dann mit Geschwister Bürgt, von allen Stationsbewohnern geleitet und von Bruder Schosser ein gutes Stück auf den Weg gebracht, von Amedzowe auf. Die erste Tagereise ging bis zu unserer Außen- station Wodze. Es blieb noch Zeit, vor Sonnenuntergang die Christen in ihren Häusern zu grüßen, die dann Abends vollzählig in der Kapelle sich versammelten. Am folgenden Tage verließen wir Deutsch-Togo und erreichten bei großer Hitze über Todome und Adjakoe' die im englischen Gebiete gelegene Landschaft Peki, das älteste Arbeitsfeld der Norddeutschen Mission. Von Tschibn an zogen wir unter den beständigen Gesängen und Willkommensrnfen der Pekichristen über Wudome bis zum Hauptorte Blengo, wo wir im Hanse des eingeborenen Pastors Lawoe gutes Quartier fanden.