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und dann in dem reißenden Berg- und Regenfluß Nubi bei Hochwasser; als die eigene Kraft nicht mehr reichte, brachte mich das Tierlein mit Aufbietung feiner letzten Kraft aus Ufer, nachdem das Wasser uns schon 60 Meter weit fort getrieben hatte. Neben dem „kleinen Fritz" hatten wir immer noch eine Ponystute, drei verschiedene nacheinander, jede hat ein oder zwei Fohlen gehabt, aber nur zwei blieben am Leben. Die Stuten haben sich immer abbezahlt, ehe sie dem Klima (oder der Tsetsefliege?) zum Opfer fielen. Im letzten Jahre sind mir infolge von wandernder Drüse drei Pferde gestorben, die letzten dagegen haben sich bis jetzt wieder gut gehalten, so daß zur Zeit ein schöner Hengst und eine Stute mit Fohlen in meinem Besitze sind. Die Pferdchen leisten großartige Dienste in diesem Berglande und ich glaube ganz bestimmt, daß es mir ohne sie nicht möglich gewesen wäre, sechs Jahre ohne europäischen Urlaub die Reisen auszuführen, die mein Beruf mir auferlegt. Ich bin jährlich durchschnittlich 120—140 Tage auf der Reise gewesen. Zudem ist das Reisen mit Pferden schöner und bequemer, als mit der Hängematte. Ein gutes Pferdchen trägt mich aber im Gebirge immer noch, wo keine Hängematte mehr gebraucht werden kann, und das sind dann die anstrengensten Stellen der ganzen Reise, die man ohne Pferd zu Fuß machen muß."
Die letzten Ausführungen weisen schon darauf hin, welch reiche Tätigkeit von Amedzowe aus im Avatimeländchen ausgeübt worden ist. Nicht weniger als zehn blühende Außen- stationen konnten ins Leben gerufen werden, bei deren Errichtung die Eingeborenen von Anfang an in der rechten Weise zur Mithülfe herangezogen worden sind. Ich konnte mich selbst von dem Stand der Dinge auf den meisten dieser Arbeitsplätze überzeugen und darf sagen, Amedzowe ist für das Avatimeland eine Stadt auf dem Berge geworden.
10. Im Hinterlande von Deutsch-Togo.
Der erste Monat des neuen Jahres war fast ganz für eine Reise ins Hinterland von Deutsch-Togo vorgesehen, um diejenigen Gebiete kennen zu lernen, welche für eine weitere Ausdehnung unserer Missionsnrbeit im Ewe-Sprachgebiet zunächst in Frage kommen. Es waren drei Gegenden ins Auge gefaßt, die fast' alle schon in den sechziger Jahren von unserem Missionar Hornberger durchzogen waren: die Voltaniederung von Kpando bis hinauf zu den' Bergen der Landschaften Nkunya, Akpafo und Boöm, sodann das unzugängliche Bergland Akposo und
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