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Ein Besuch auf dem Missionsfelde in Togo / Von A. W. Schreiber
Entstehung
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Herbst 1882 nach der Goldküste ausgezogen und nicht wieder heimgekehrt war. Und wie viele Missionare und Missionarinnen, wie viele Kaufleute und Beamte haben dasselbe Schicksal geteilt! Indessen hat der wesleyaner Missionar Dennis Kemp durchaus Recht, wenn er in seinem BucheNenn Jahre auf der Goldküste" sagt:Die nötigsten Erfordernisse für einen Missionsarbeiter in West-Afrika sind erstens eine tief gegründete Ueberzeugung, den Weg der Pflicht zu gehen, sodann eine gute Gesundheit, endlich neben der Beobachtung größtmöglichster Vorsicht, Furchtlosigkeit und rückhaltsloses Gottvertrnuen." Diese Bedingungen waren für meine Reise erfüllt und nicht umsonst haben mit mir viele Freunde unserer Mission daheim und draußen des Apostels Petrus Mahnung und Verheißung zu Herzen genommen und erfahren:Alle eure Sorge werfet aus ihn; denn er sorget für euch!" Gottes Güte hat mich bei meinem Besuche auf dem Missionsfelde in Togo gar freundlich geleitet und mich wohl­behalten wieder heimgeführt.

Kraft und Zeit reichten jedoch nicht aus, um nach meiner Rückkehr in Kürze eine ausführlichere Reisebeschreibung zu ver­öffentlichen. Weil aber der Wunsch nach einem baldigen Bericht laut geworden ist, habe ich die im Monatsblatte der Norddeutschen Missionsgesellschaft erschienenen Reisebriefe zusammengestellt und vielfach ergänzt, namentlich auch durch Mitteilung von Briefen, Berichten und Reden der eingeborenen Christen. Da das geschriebene Wort durch zahlreiche Bilder verdeutlicht wird, darf ich hoffen, daß die nachfolgenden anspruchslosen Schilde­rungen nicht nur einen deutlichen Einblick in den gegenwärtigen Stand der Missionsarbeit in Deutsch-Togo und an der englischen Sklavenküste geben, sondern auch dazu. beitragen, die alten Freunde unsers Werkes in ihrem Eifer zu stärken und neue Förderer für unsere Sache zu gewinnen.

1. Bon Bremen nach Westafrika.

Als beste Zeit für eine Reise nach Westafrika gelten die Wintermonate. Wenn die deutsche Heimat von Schnee und Eis bedeckt wird, läßt in den Tropen die Sonne ihre sengenden Strahlen erst recht warm scheinen. Gleichwohl verdient diese heiße Zeit den Vorzug vor der kühleren Regenzeit, weil dann die Wege fast völlig unpassierbar zu sein pflegen und die Reisenden leichter Krankheiten ausgesetzt sind. Auch hat man die Aussicht,