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Bon Missions-Inspektor A. W. Schreiber.
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-ommer allgemeiner wird die Notwendigkeit anerkannt, daß ein Missions-Inspektor selbst auf dem Arbeitsfelde seiner Mission gewesen sein muß, um sein verantwortungsvolles Amt recht führen zu können. Weder die treuste Berichterstattung der Missionare, noch die eingehendsten Besprechungen mit den heim- gekehrten Arbeitern, noch das genaueste Studium der Litteratur selbst über ein verhältnismäßig kleines Gebiet vermag die aus eigener Anschauung gewonnene Kenntnis der Verhältnisse zu ersetzen, auch wenn der Aufenthalt nur knrz war. Wer aber selbst die täglichen, kleinen oder großen Freuden und Leiden eines Missionshauses im Tropenlande miterlebt und den ganzen Arbeitsbetrieb auf den Missionsstationen gesehen hat, wer selbst Heiden und Christen in ihren Häusern besticht und den: Schulunterricht und den Gottesdiensten beigewohnt hat, wer selbst mit den eingeborenen Gehülfen und den Missionaren auf dem Missionsfelde die wichtigsten Missionsfragen besprochen hat, kann dann auch nachher von der Heimat aus durch Rat und Tat dem Missionswerk ganz anders dienen wie vordem.
So war es auch für den Vorstand der Norddeutschen Missivns-Gesellschaft nach dem Heimgang des teuren v. F. M. Zahn eine ausgemachte Sache, daß der neue Inspektor eine Reise nach dem Ewe-Lande unternehmen müsse, zumal auch die Missionare und ihre Gemeinden immer wieder diesen Wunsch ausgesprochen hatten. Einige Bedenken freilich konnten nicht unterdrückt werden. Auch in einem günstigen Klima pflegt ein solcher Besuch auf dem Missionsfelde keine Erholungsreise, sondern eine große körperliche und geistige Anstrengung zu sein. Man erinnerte an den Baseler Missions-Inspektor Hermann Prätorins, der im