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Ein Besuch auf dem Missionsfelde in Togo / Von A. W. Schreiber
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ihn: nütze.Damit andere nicht auf mich stolpern und fallen," antwortete er. So sollen auch die gefallenen Christen doch Christum noch als ein Licht in der Hand halten, damit die Heiden keinen Anstoß nehmen an ihnen. Denn es ist schon schrecklich, verloren zu sein, noch schrecklicher ist's, dazu eine Seele ins Verderben geführt zu haben."

Dem Missionsfest folgte am 2. Dezember eine Konferenz mit den Lehrern des Keta-. und Lomebezirkes. Nachmittags brachte ich Schwester Anna Jversen auf die nach Europa zurück­fahrendeAline Wörmann". Bis zu meiner Weiterreise war meine Zeit durch Besuche, Besprechungen mit den Missionaren und Korrespondenzen aufs stärkste in Anspruch genommen, so daß ich dankbar war, alles leisten zu können.

6. Auf der alten Missionsstraße ins Innere.

Mein ursprünglicher Reiseplan ging dahin, auf dem neuen großen Wege von Lome aus ins Innere zu reifem Dadurch aber, daß ich zunächst in Lome und dann in Keta mich aufhielt, war es gegeben, daß ich auf derselben Straße ins Innere zog, wie bisher alle unsere Missionsgeschwister. Es ist mir sehr lieb gewesen, die alte Missionsstraße kennen gelernt zu haben. Wie laut redete hier die Vergangenheit unserer Mission mit allen ihren Mühen und Leiden, Opfern und Enttäuschungen! Es hätte mir doch etwas Wesentliches gefehlt, wenn ich unsere großen ehemaligen Hauptstationen Anyako und Waya nicht gesehen Hütte. Am 2. Januar 1855 waren die Brüder Messing und Brutschin als die ersten unserer Missionare für sechs Tage jenseits der Ketalagune in der Nähe von Anyako gewesen. Ende Juli unternahmen Messing und Schlegel eine zweite Unter­suchungsreise, auf welcher sie über Wüte bis Waya vordrangen. Ein Bauplatz wurde gekauft, und Ende Januar 1856 konnten Brutschin und Steinemann mit der Errichtung der zweiten Station beginnen. Sehr bald stellte es sich heraus, daß bei den damaligen Verhältnissen zwischen Keta und dem 19 Stunden weit im Inneren gelegenen Waya eine Verbindnngsstation nötig war. So kam es schon Ende 1857 zur Gründung von Anyako durch Missionar Knecht, den: sich bald Schlegel mit Frau und Hornberger anschlössen. Seitdem dann an: 25. November 1859 durch die Brüder Steinemann und Jllg in Ho die Arbeit be­gonnen wurde, sind immer und immer wieder unsere Missions­geschwister diese Straße gezogen, die der beste Zugang und der an: meisten betretene Handelsweg ins Innere war. Wie manche,