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Die deutschen Diamanten und ihre Gewinnung : eine Erinnerungsschrift zur Landesausstellung Windhuk 1914 / hrsg. von den Förderern
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Die nördlichen Diamantfelder und die Diamantfelder-Verwertungsgesellschaft Konzeptionbucht m. b. H.

^>§ls im Oktober 1908 von dem damaligen Staatssekretär Dern- bürg über das sogenannte südliche Diamantengebiet, welches sich vom 26. Breitengrade bis herunter zum Oranje und 100 km landeinwärts erstreckte, die Sperre auf Diamanten zugunsten der Deutschen Kolonial-Gesellschaft für Südwest-Afrika" bzw. der Deutschen Diamanten-Gesellschaft m. b. H." verhängt wurde und somit jedem Schürfer, der nicht bereits vorher in diesem Gebiet be­legt hatte, die Möglichkeit genommen war, an den von der Natur ausgestreuten Diamantenschätzen teilzunehmen, wandten sich die Schürfer, trotz der wenig günstigen Aussichten, den nicht gesperrten Gegenden nördlich des 26. Breitengrades zu. Schon im Dezember 1908 waren von einigen Prospektoren, die mittelst eines Kutters den Küstenstrich nach Diamanten absuchten, die ersten Diamanten in Speneerbucht gefunden worden. Wenn man auch anfangs diesen Funden wenig Glauben schenkte, so setzte doch 1909 eine eifrige Schürftätigkeit ein. Sowohl in Lüderitzbucht als auch in Swakop- mund und Windhuk wurden Expeditionen in großer Zahl ausge­rüstet, an denen sich meist kleine Leute, die bei der Verteilung der reichen Schätze im Süden teils durch ihr Mißtrauen, teils durch übergroße Sparsamkeit und Vorsicht zu kurz gekommen waren, be­teiligten. Fast jeder einzelne holte seine in Jahren der Arbeit er­übrigten Spargroschen hervor, um auch dem Glücke die Hand zu bie­ten. Im Nu waren mehrere Lausend Felder abgesteckt, welche sich von Speneerbucht bis hinauf nach Konzeptionbucht erstreckten, Ge­sellschaften m. b. H. wurden eine große Anzahl in dem guten Glauben gegründet, daß sie ähnlich wie verschiedene alte Südgesell- schaften gute Gewinne ausweisen würden. Unendlich groß war dann

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