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Die deutschen Diamanten und ihre Gewinnung : eine Erinnerungsschrift zur Landesausstellung Windhuk 1914 / hrsg. von den Förderern
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Die einzelnen Diamanten-Gesellsch asten.

Koloniale Bergbau-Gesellschaft m. b. H. u. Diamanten-Pacht-Gesellschast D.K.G.

^^ie Rechte der Kolonialen Bergbau-Gesellschaft m. b. H. grün- den sich auf die von der damaligen Inhaberin des Bergregals, der Deutschen Kolonial-Gesellschaft für Südwest-Afrika ausge­fertigte Verleihungsurkunde vom 21. September 1908*), durch welche August Stauch zu Lüderitzbucht das Abbaurecht für das heutige Gebiet der Gesellschaft verliehen wurde. Stauch hatte bald nach der Entdeckung der Diamanten ein Syndikat gegründet, dem außer ihm seine frühere Dienstherrin, die Deutsche Kolonial-Eisen- bahn-Bau- und Betriebsgesellschaft zu Berlin, der Bauleiter der Eisenbahn Lüderitzbucht-KeetmanShoop, Oberingenieur Sönke Nis­sen, und der Betriebsleiter dieser Bahn, Regierungsbaumeifter Max Weidtman, angehörten. Aus diesem Syndikat ging am 5. Januar 1,909 die in Rede stehende Gesellschaft mit beschränkter Haftung hervor. Sie wurde mit einem Stammkapital von 100 500 Mark in Berlin in der Absicht gegründet, sie nach erfolgter Untersuchung des Abbaugebiets und Feststellung des Wertes in eine Kolonial- Gesellschaft mit entsprechendem Kapital umzuwandeln. In der Folgezeit stellte sich aber heraus, daß eine einigermaßen sichere Beurteilung des Wertes nicht möglich war, und da man nicht Gefahr laufen wollte, eine übergründete Gesellschaft ins Leben zu rufen, so unterblieb bis heute die Umgründung, zumal die Ergeb­nisse des alsbald eingeleiteten Betriebes es ermöglichten, einen Teil der erforderlichen Betriebskapitalien aus den Überschüssen zu ent­nehmen, während ein anderer Teil anderweitig beschafft werden

*) Die hier angezogenen Verleihungen und Verträge sind sämtlich abgedruckt in Peters, Das Bergwesen in Deutsch-Südwestafrika.

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