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Die deutschen Diamanten und ihre Gewinnung : eine Erinnerungsschrift zur Landesausstellung Windhuk 1914 / hrsg. von den Förderern
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noch an keinem Orte mit absoluter Sicherheit nachgewiesen werden können.

Das wichtigste Diamantenland, das rund 90 Prozent der Welt- produktion liesert, ist Südafrika. Dort kommen die Diamanten ebenfalls zum Teil in Seifen und in Flußgeröllen vor, zum größ­ten Teil aber stammen sie aus sogenannten pipes, trichterförmigen Eruptivgängen, die mit einem serpentinisierten Olivingestein, Blau­grund oder Kimberlit genannt, ausgefüllt sind. Der erste Dia­mant wurde am Oranjefluß bei Hopetown, ca. 50 Km oberhalb der Einmündung des Vaals gefunden. Weitere Funde wurden im Anschluß hieran im Vaalfluß gemacht, und es entwickelte sich hier bald eine Industrie, die trotz der späteren viel wichtigeren Entdeckun­gen auch heute noch eine gewisse Bedeutung hat.

Die Durchforschung des Landes nach Diamanten führte vom Jahre 1,869 ab zu der Entdeckung der Diamantgruben in der Um­gebung von Kimberley, von denen Bultfontein, Du Toitspan, De Beers, Kimberleygrube und Wesseltongrube die wichtigsten sind. Weitere Funde wurden im Jahre 1,870 bei Jagersfontein und Koffyfontein gemacht. Im Jahre 1,902 wurde auch bei Pretoria eine Diamantengrube, die nachherigePremiergrube" eröffnet, sie gelangte wegen ihrer Reichhaltigkeit zu großer Bedeutung.

Die deutschen Diamanten.

Die überraschende Entwicklung der südafrikanischen Diamanten­industrie lenkte selbstverständlich die Aufmerksamkeit auf die be­nachbarten Länder, und bald entdeckte man auch in Deutsch-Süd- west-Afrika Blaugrund. Allgemein bekannt find die Blaugrund­röhren in den Bezirken Gibeon und Berseba. In den letzten Jahren sind auch solche im Bezirk Bethanien zwischen Kunjas und Aroab festgestellt worden. Einige Blaugrundröhren im Be­zirk Gibeon wurden in früheren Jahren bereits durch die De Beers Komp. ohne Erfolg untersucht. Als später wiederholt Ge­rüchte von einzelnen Diamantfunden im Bezirk Gibeon auftauch­ten, die mit Rücksicht auf die dort vorhandenen Blaugrundröhren immerhin eine gewisse Wahrscheinlichkeit für sich hatten, bildete sich

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