Zur Einführung.
0>ur Unterstützung und Beteiligung an der Landesausstellung ^ Windhuk 4914 aufgefordert, befchlofsen die Mitglieder der Minenkammer Lüderitzbucht dieser Anregung nachzukommen; die Deutsche Diamanten-Gesellfchaft m. b. H. trat diesem Beschluß gern bei.
Es galt, den bei dieser seltenen Gelegenheit zahlreich zusammenströmenden Bewohnern des Schutzgebiets ein eindrucksvolles Bild des Diamantenbergbaus, der für das Schutzgebiet, seine Geldwirt- schaft und Entwicklung ausschlaggebende Bedeutung erlangt hat, zu zeigen. Ohne die Bedeutung der Farmerei und Landwirtschaft, die man stets als das Rückgrat einer deutschen Besiedelung anerkennen mag, herabsetzen zu wollen, darf doch seitens der am Diamantenbergbau beteiligten Kreise einerseits mit Stolz, andererseits mit einer leicht verständlichen Entsagung darauf verwiesen werden, daß es die Diamantengewinnung in erster Linie ist, die dem Land die Mittel zu einer großzügigen Ausschließung und Verwaltung gibt und dem Heimatland eine starke Bürde tragen hilft. Dies wird auch wohl, so hoffen die Förderer mit allen Bewohnern des Schutzgebiets und den heimischen Kreisen, noch längere Zeit so bleiben.
Den vereinzelten Besuchern der Diamantfelder gelingt es wohl nur in Ausnahmefällen, sich ein vollständiges Bild des Diamanten- bergbaus, seiner wachsenden Schwierigkeiten und ihrer Bewältigung zu verschaffen; die Zeiten, in denen der Lüderitzbuchter einen Schürfpfahl spitzte und in die Wüste pflanzte, „Lehmann Nummer soundsoviel" darauf schrieb und Diamanten sammelte, sind wohl für immer vorbei, nachdem sie nur wenige Monate bestanden. Vom Handwaschsieb zur modernen Maschinenanlage war es kein müheloser Weg. Die Pfade der Diamantenwüfte sind zwar nicht mit Dornen bewachsen wie das Hereroland, wohl aber mit Sand und
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