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Die deutschen Diamanten und ihre Gewinnung : eine Erinnerungsschrift zur Landesausstellung Windhuk 1914 / hrsg. von den Förderern
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Diainanten-Abbau-Gesellschaft m. b. H. in Lüderitzbucht.

Die Gesellschaft wurde am 11. April 1912 mit einem Stamm­kapital von 60000 Mark gegründet und hat das Vermögen der in Liquidation gewesenen GesellschaftenDiamantgesellschaft Ziller- tal m.b.H.",Neue Phönix Diamant-Gesellschaft m.b.H." und Neue Karlstal Diamantgesellschaft m. b. H." sämtlich mit Aktiven und Passiven übernommen. Die GesellschafterinThe German South West Afriean Diamond Investment Company Li­mited" in Kapstadt hat in die Gesellschaft eine Schiechel-Ma- schinenanlage mit Zubehör, Feldbahngeleis und Wagen, Hand­maschinen und s onstige Inventarien eingebracht. Diese Gegenstände wurden ihr auf ihre Stammeinlage von 59500 Mark zum Betrage von 40000 Mark angerechnet.

Der Felderbesitz der Gesellschaft ist 1649 da groß. Sie hat den Betrieb am 25. April 1913 aufgenommen und verwendet zur Ge­winnung der Diamanten sowohl die erwähnte Anlage als auch eine Anzahl von Handmaschinen.

Von April bis November 1913 förderte die Gesellschaft 13347 Karat.

Die gewonnenen Steine sind von sehr guter Qualität, es gehen ungefähr 5 auf ein Karat und sie erzielen einen Preis von etwa 40 Mark pro Karat. Die von der Gesellschaft in den acht Mo­naten ihres Bestehens entrichtete Diamantensteuer beträgt rund 242043 Mark.

Die normale Belegschaft besteht aus ungefähr 9 Weißen und 200 Farbigen. Bis Ende November 1913 zahlte sie an Löhnen aus: 18622 Mark an die farbigen Arbeiter und 29127 Mark an das weiße Personal.

Die Aussichten der Gesellschaft, die recht günstige waren, haben durch die im Dezember erfolgte zwangsweise Kontingentierung leider eine starke Einbuße erlitten.

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