Die Erschließung des Landes.
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II. Der Handel.
Die Sklavenküste hat Jahrhunderte hindurch einen schändlichen Handel gesehen, den schmählichen Sklavenhandel, dessen letzte Ausläufer die ersten norddeutschen Missionare noch mit erlebten. Ihre Wirksamkeit sollte ohne ihre Absicht dazu dienen, einem soliden Handel die Wege zu öffnen. Eine direkte Verbindung zwischen dem Ewelande und Europa war um die Mitte des vorigen Jahrhunderts noch nicht vorhanden. Die Missionare erhielten ihre Post und Waren über Accra, von wo alles durch
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Friedrich Martin Yietor, j 1906.
besondere Träger und Boten geholt werden mußte, was sehr kostspielig und langwierig war. Mit der Ausdehnung der Arbeit wuchsen diese Speditionsarbeiten. Die Mission sandte daher 1857 den Kaufmann C hris ti an Bottmann aus, der außerdem im Aufträge der Firma F. M. Vietor in Bremen einen Handel mit den Eingeborenen zur Förderung der Missionsarbeit in die Wege leiten sollte. Zugleich entschlossen sich die Brüder Karl und Fritz Vietor zum Bau eines Schunors, der zu billigen Frachtsätzen für die Mission Passagiere und Güter direkt von Bremen ins Ewe- land bringen sollte. Wie wenig die „Dahomey“, die am 3. Januar 1858 als erstes deutsches Schiff vor Keta lau', an ein erfolgreiches Geschäft