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Die Eweer : Schilderung von Land und Leuten in Deutsch-Togo / von Jakob Spieth
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Zweites Kapitel.

Die Bevölkerung war in früheren Jahren sehr scheu, scheint sich aber durch fleißigen Ackerbau auszuzeichnen. Ihre Feldarbeit gestaltet sich dadurch sehr mühsam, daß sie ihre Farmen in der Ebene anlegen und deswegen täglich an den steilen Bergabhängen auf- und abklettern müssen.

Tanyigbe ist auf einem Ausläufer desselben Bergzuges gelegen.

Siavi und Klewe sind die nächsten Nachbarn der floer, die am nördlichen Abhang des Taviewe bergos ihre Städte erbaut haben.

II. SiedlungsrerMltnisse.

Im Blick auf die Siedlungsverhältnisse werden wohl am ge-

Schmiede im Eweland (zu S. 41).

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eignetsten Siedlungs-Gebiet, -Form und -Weise unterschieden. Wer das Eibe land öfter zu bereisen Gelegenheit hatte, ist sich darüber klar ge­worden, daß sich die meisten Ansiedlungen an der Küste, am Süd- und Nordrand der Ebene, an den Flußufern und am Fuß der Berge beflnden. Dabei ist zu bemerken, daß in der Ebene die Dichtigkeit der Bevölkerung von West nach Ost zunimmt. Im Küstengebiet wohnen zwischen Yolta und Mono rund fünfzig größere und kleinere Stammesfamilien. Soweit dieselben Zugang zum Meer und zu den Lagunen haben, sind sie fleißige Fischer, die die gefangenen Fische in getrocknetem Zustand auf den Märkten des Hinterlandes verkaufen. Günstige Existenzbedingungenwaren auch in der Nähe der Flüsse gegeben, w r o nicht nur fruchtbarer Boden, sondern auch