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Die Eweer : Schilderung von Land und Leuten in Deutsch-Togo / von Jakob Spieth
Entstehung
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Das Volk der Eivee r.

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nicht anders annehmen, als daß sie sich dort wie in die Arbeit so auch in den Ertrag derselben familienweise geteilt haben. Die Schmiedekunst als ein Berufszweig, der es vornehmlich mit dem Feuer zu tun hat, führt ihr Dasein wahrscheinlich auf den Gott SogbJe zurück, der der Schmied Gottes ist und die Donnerkeile schmiedet, die er im Blitz auf die Erde schleudert. Daß auch die Weberei unter den Eibee rn schon seit sehr langer Zeit bekannt sein muß, darf man wohl daraus schließen, daß sie durch Jäger eingeführt worden sei, die sie von Himmelsbewohnern erlernt haben sollen.

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Weber am Webstuhl.

1. agbatroti, Nagel zum Drehen des Stabes, kubleti, über den sich der Weber beugt. So oft dieser Stab gedreht wird, bewegt sich agba, Nr. 9, näher gegen den Webstuhl her. 2. wu 9 Schiff. 3. age. 4. wo. 5. hevi, Vogel. 6. Zettel. 7. Ein Landeskissen, aus einheimischem Gewebe zusammengenäht. 8. Ein Mann, auf der Matte hockend, der die vor ihm liegenden, gewebten Streifen zu einem Kleide zusammennäht. Im Hintergründe stehen zwei Männer, an denen zu sehen ist, wie sie bei kühler Witterung oder morgens ihren Körper bedecken.

B. Die geistige Kultur.

1. Die Sprache.

Angesichts der Tatsache, daß das Ewevo\k keine eigene Schrift hat und weder lesen noch schreiben kann, würde kaum jemand erwarten, das die Sprache für einzelne Eibee r Kultur ge gen stand wäre. Daß daß aber doch der Fall ist, geht daraus hervor, daß, wenn der Sprecher in Anlo früher in einer öffentlichen Rede einen Satzartikel an falscher Steile