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Die Eweer : Schilderung von Land und Leuten in Deutsch-Togo / von Jakob Spieth
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Erstes Kapitel.

Wird zugegeben, daß die Bevölkerung einer Kolonie ihr größter Reichtum ist, so ist Togo nicht nur die fruchtbarste, sondern auch die reichste aller deutschen Kolonien Afrikas. Es darf uns daher nichts gereuen, was wir an Arbeit und Kapital für Togo einsetzen.

II. Geographische Verhältnisse.

1. Gliederung des Landes.

Das Kurland als Ganzes betrachtet, stellt ein großes, stumpf­winkliges Dreieck dar, dessen Grundlinie im Süden die Küste ist. Dieselbe reicht nach Westen hinüber in das englische Gebiet. Der stumpfe Winkel

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Küstenlandschaft mit Palmenhain.

wird im Osten durch iliowomündung und Küstenlinie gebildet. Die dem Winkel gegenüber liegende Seite aber ist die von Südwesten nach Kord­osten verlaufende Bergkette im Inland. Diese Fläche wird von den Ein- gebornen in Küste (wuta), Ebene (weme) und Bergland (tome) geteilt.

Die Küste besteht aus einer 1030 Minuten breiten, unfruchtbaren Sandbank, die sich von der Mündung des Volta bis zur Mündung des Mono und weit über dieselbe hinaus nach Osten erstreckt. Auf der ganzen Länge dieses Sandgürtels stehen viele Dörfer. Diese sind von dichten Kokoshainen umgeben, die den Dörfern Schatten und der Küste ein schönes Aussehen verleihen. Auf dieser Sandbank liegen auch die Handels­städte Aneho, Lome und Keta.