Drittes Kapitel.
Das Volk der Eweer.
I. Die geschichtliche Vergangenheit.
Die ältesten geschichtlichen Erinnerungen des Arcevolkes sind sagenhafter Natur und verdienen nur in sofern Beachtung, als die Aussagen der verschiedenen Stämme miteinander übereinstimmen. Aber auch unter dieser Voraussetzung ist den Vermutungen, wie es gewesen sein könnte, noch viel Raum gegeben.
Die Erzählungen stimmen darin überein, daß das Volk der Ewee r in seinen heutigen Wohnsitzen keine Urbevölkerung, sondern vor langer Zeit aus dem Nordosten eingewandert ist. Die meisten suchen ihre gemeinsame Heimat im Nigerbogen, wo sie in stark befestigten Städten gewohnt haben. An die nicht mein- kontrollierbaren Namen Ketu, Ayo und Adaclam knüpfen die Erzähler die Vermutung, daß dort der Entstehungsplatz der Menschen gewesen sei.
Von ihrem Ursitz Ketu wanderten ursprünglich zwei zahlreiche Sippen aus; die eine zog nach Südwesten und teilte sich in die Gebiete Tcido am Mono und Ffotsie zwischen dem Haho und Zio, die andere nahm ihren Weg nach Westen und ließ sich in der Gegend des heutigen Adele nieder, wo sie ihren Sitz Dogbonyigbo nannte. Wie lange ihr Aufenthalt dort dauerte, läßt sich nicht mehr feststellen. Die zu Dogbonyigbo gehörigen Stämme sollen Anlo, Be und Fd gewesen sein. Der unter ihnen ausgebrochenen Streitigkeiten wegen trennte sich Fd von ihnen, zog nach Süden und gründete Wla in Dahorne. Aber auch die andern machten sich auf die Reise und suchten ihre Bruderstämme in Notsie auf. Lange Zeit scheinen sie mit ihnen zusammen gewohnt und sich unter dem Regiment guter Könige glücklich gefühlt zu haben. Durch eine Verheiratung des Königs Asimadi aus Taclo mit einer Schwester eines Häuptlings der Dogbonyigboe r, namens Wenya kam es zu Thronstreitigkeiten, die damit endeten, daß der dieser Ehe entsprossene Sohn Sri König der Dogbonyigboe r wurde. Das erweckte den Neid des iVoteifikönigs Agokoli, der sich allmählich zu grausamer Verfolgungswut steigerte. Derselbe ließ