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Viertes Kapitel.
Gesundheitsstation Amedzowe (1890) eröffnet, von deren Haupthause Premierleutnaut Herold schrieb:
„Wenn so die Missionare geschickt benutzten, was die allgiitige Natur ihnen freigiebig gewährte, haben sie außerdem ihre Erfahrung mit Klugheit praktisch verwertet, indem sie in den Grenzen ihrer beschränkten Mittel alle Hilfsmittel der Technik heranzogen, um das gleichzeitig gesundeste, aber auch stolzeste Bauwerk des Togolandes hier aufzuführen, welches deshalb ein Muster fiir alle neu zu errichtenden Massivbauten in den Tropen zu nennen ist. Da der ganze Bau grundsätzlich mit tunlichst ausschließlicher Benutzung einheimischen Materials durch eingeborene Handwerker und Arbeiter vom Missionar Seeger ausgefiilirt wurde, liefert dieser Umstand den glänzenden Beweis dafür, daß die evangelischen Missionen die Eingeborenen mit großem Erfolge zur Arbeit gewöhnten und sich einen tüchtigen Stamm erprobter Arbeiter erzogen.“
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Das alte Missionshaus in AVeghe (zu S. 75).
Die zweite Küstenstation wurde 1895 in Lome angelegt, wohin nach Zerstörung des Strandhauses in Keta die Spedition und fiauptkasse, später auch der Sitz des Präses verlegt wurde. Eine weitere Bergstation konnte 1901 in Agu eröffnet werden, während die Übernahme der von der Basler Mission besetzten Ortschaften in der Voltaebene 1905 zur Errichtung der Station Akpafu führte, deren Bau den Eingeborenen schon in Akkord vergeben werden konnte. Auf allen diesen Stationen bestehen siebenklassige Schulen, z. T. auch besondere Mädchenschulen, ferner in Amedzowe ein dreiklassiges Lehrerseminar, während auf den zahlreichen (90) Außenstationen einklassige Volksschulen eingerichtet sind. Die Zahl der am 1. Januar 1906 gesammelten Christen betrug 5159, die der Schüler 2939.
Bei ihren Baugeschäften und Reisen, ihrer Schul- und Gemeindearbeit haben die Missionare dem Sprachstudium und der Erforschung