III.
Weltbürgertum und Selbsterhaltung.
Den kleinsten Teil des ungarischen Deutschtums bilden die Siebenbürger Sachsen, nach der Zahlung von OOO genau 233 OlsH Seelen. Der Grundirrtum derer, die an die Zukunft „Deutschlands in den Karpathen" nicht glauben wollen, beruht auf der Nichtkenntnis der Tatsache, daß diese siebenbürgischen Deutschen nur knapp den zehnten Teil aller Deutschen in Ungarn ausmachen, beruht ferner auf der verkennung der Lebenskraft dieses kleinen Bruchteils, der sich über achthalb Jahrhunderte in seiner Volkseigenart erhalten hat, ohne jegliche Unterstützung seitens der andern mehr als zwei Millionen Deutschen, die zum großen Teil — in Südungarn — erst vor hundert bis hundertfünfzig Zähren angesiedelt wurden. Mag die politische Taktik der Siebenbürger Sachsen — je nach den Zeitbedürfnissen und unter dem Einfluß wechselnder Anschauungen und Fähigkeiten der Führer — noch so großen Schwankungen unterworfen sein, das Volk ist und bleibt in seinem Kern unverdorben und ist entschlossen, unbedingt deutsch zu bleiben. Selbst jenen Führern, die sich zeitweilig, unter dem Druck der Not, zu den gewagtesten Experimenten in der politischen Taktik verleiten lassen, schwebt bei ihren Erwägungen immer nur der eine Gedanke vor, wie der Volksbestand am ehesten sichergestellt werden könne. Ausgesprochene Renegaten, die ja keinem Volke fehlen, hier aber in ganz verschwindender Zahl auftreten, werden als Fremdkörper von der Volksgemeinde sozusagen automatisch abgestoßen; sie sind in der sächsischen Gesellschaft unmöglich.
Der Sachse — Bauer und Bürger — empfindet die Zumutung, daß sein Volk oder der einzelne entnationalisiert werden