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Die Ausführung dieser Reform dürfte nicht auf allzu große technische Schwierigkeiten stoßen, da ja den Diplomaten damit nicht geringe Arbeit und unter Umständen selbst Verantwortlichkeit erspart und für das Reich keinerlei Mehrunkosen entstehen würden. Der ehrenvollen Berufung in die diplomatische Beratungskommission würden die Kolonisten umso bereitwilliger Folge leisten, als sie damit zugleich Gelegenheit erhielten, sich für die wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Interessen nicht nur des Mutterlandes, sondern ebenso der Kolonie selbst nützlich zu bethätigen.
Schluß.
Im November 1911 hatte Madero die Regierung angetreten; Reyes hatte bald danach seine klägliche Rolle als Gegenrevolutionär ausgespielt und ist heute für immer in der politischen Versenkung verschwunden; E m il io Vazquez Oomez, der made- ristische Exminister des Innern traurigen Angedenkens, saß, ein Abtrünniger und gelehriger Schüler seines Herrn und Meisters, in San Antonio, um noch ein bischen Revolution auf eigene Faust zu spielen (er hatte sich als Madero's Minister mittelst Bestechungen aus dem Staatssäckel eine gewisse „politische“ Anhängerschaft gewonnen, und da er aus nächster Nähe hatte beobachten können, wie leicht und rasch ein Madero avancirt war, glaubte er, es könne auch ihm bei der noch herrschenden Revolutionsfreudigkeit weitester Kreise nicht fehlschlagen . . .); gleichzeitig sagte sich auch Pascual O r o z c o, der Sieger fast aller maderistischen Gefechte und Eroberer von Ciudad Juarez — übrigens beinahe der einzige anständige von allen ehemaligen maderistischen Unterführern — von Madero los, begann mit einer rasch gesammelten Schaar ehemaliger Revolutionstruppen die neue Regierung zu schikaniren — um „die von Madero aufgegebenen und mit Füßen getretenen reinen Ideale der Revolution zum Siege zu führen“ — und bedrohte eine Zeitlang ernstlich einige wichtige Städte im Norden; gleichzeitig brachte sich Herr Zapata, der nunmehr etwas unbequeme „tapfere General und gute Freund“, Herrn Madero in empfehlende Erinnerung, indem er seine Beutezüge immer näher an 'die Peripherie der Hauptstadt .verlegte und seinem früheren Intimus, der plötzlich nichts mehr von ihm wissen wollte, mit einem schönen Gruß seinen baldigen Besuch auf Chapultepec in Aussicht stellte (im Februar 1912). Große Herren pflegen sich selbst einzuladen oder — uneingeladen zu kommen. Da Herr Zapata vermutlich nicht allein zu kommen beabsichtigte und seine Begleiter sich die schöne Hauptstadt möglicher Weise etwas gründlicher ansehen wollten, als dem Behagen und der Gesundheit ihrer Bewohner zuträglich gewesen wäre, verursachte jene Meldung heftige Besorgnis, nicht sc sehr zwar in den offiziellen Regierungskreisen, die mit ihrem rosafarbenen Optimismus und rührend kindlichen Vertrauen mit Hilfe der Geister noch alle Gefahren bc-