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plötzlich hereingebrochene Elend der Arbeitslosigkeit? Es ist die direkte Folge der Revolution oder eigentlich der revolutionären Illusion. Tausende sind vom Lande nach den Städten gezogen, nachdem sie die brudermordende iWaffe für den Pflug eingetauscht oder weil die Bestellung der Ländereien von den Besitzern aufgegeben worden war; viele sind ehemalige Fabrikarbeiter, die infolge der öffentlichen Unsicherheit gleichzeitig mit der Einstellung der Betriebe entlassen werden mußten. Das Problem der Arbeitslosigkeit war seither in Mexiko unbekannt und ist an sich in diesem reichen und verhältnismäßig schwach bevölkerten Land unbegründet und widersinnig. Es wird noch auf lange Zeit hinaus in Mexiko nicht an Arbeit fehlen, wohl aber hat es stets an Arbeitslust gefehlt. Jene Truppe von „manifestirenden“ Arbeitslosen sollte zur Landarbeit angehalten 'werden, die so sehr notthut. Mit schwächlichen Palliativen, wie sie auch bei der Bekämpfung dieser sozialen Noth liier beliebt sind, ist eine gründliche Remedur doch nicht zu erzielen.“
„Die Regierung war bisher überhaupt in der Wahl ihrer Mittel zur Bekämpfung sozialwirthschaftlicher Probleme wenig glücklich. Das Ministerium des Innern „verfügte“ jüngst, um der Industrie aufzuhelfen, eine Erhöhung der Landesproduktion. .... Aber dem Gtiterkonsum befehlen, daß er mit der erhöhten Produktion gleichen Schritt halte, das vermag selbst ein hohes Ministerium nicht mit ellenlangen telegraphischen Cirkularen. . . . . Wie sagt doch Madero in seinem berühmten Buch „La Sucesion Presidencial“? „Despues de las grandes guerras, siempre les queda ä los grandes paises victoriosos le pesadacarg- de sus salvadores que muy caros se hacen pagar sus servicios.“ d. h.: „Nach den großen Kriegen verbleibt den großen siegreichen Ländern immer die schwere Last ihrer Befreier, die sich ihre Dienste sehr teuer bezahlen lassen.“
Ein Bubenstück der verbündeten Maderofreunde
Es genügte gewissen moralisch unsauberen Elementen in der deutschen Kolonie nicht, meine „politische Stellungnahme“ im Interesse von Rebbes und Wucher zu mißbilligen und mir selbst mit geschäftlicher Schädigung (Entziehung von Annoncen) zu drohen — sie lagen seit Monaten im Hinterhalt, um mit der Meute maderisti- scher Bluthunde über mich herzufallen. Anonyme Zuschriften, die mich teils warnten, teils bedrohten, ließen mich völlig kalt. Als der Freiheitsapostel, dessen Name das Lumpengesindel zu Gewaltthaten und Angriffen auf Eigentum und Leben friedlicher Bürger be-