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sönlichen Interessen (von Anschauungen will ich garnicht reden) Einzelner war, denn es handelte sich um eine n a t i o - n a 1 e S a c h e.“
„Ich weiß nicht, weshalb ich diesen ganzen Kram wieder aufrühre, obgleich ich nicht einmal den Vorzug habe. Sie persönlich zu kennen. Ich wollte Ihnen jedoch schon lange, als eifriger Leser Ihres „Wanderer“, meine Sympathie atissprechen, bin jedoch wegen meiner angestrengten Tätigkeit nicht dazu gekommen.“
„Ihnen nochmals ein kräftiges 'Glückauf zurufend verbleibe ich“ etc.
Im Verlaufe dieser Dreieinigkeitsaffäre Fricke- N u e v a E r a - K o 1 1 e k t i v n o t e, die ich wohl eine nicht gewöhnliche Charakterkraftprobe nennen darf, kam es auch hin und wieder zu komischen Zwischenfällen. So veröffentlichte ein Herr, der zufällig mein Rufnamensvetter und Titel- (nicht Fakultäts-) Kollege ist, in der „Nueva Era“ eine inständige Bitte an seine hochverehrte mexikanische Klientel — die ihm einen hübschen Batzen Geld einträgt — sie möchte ihn doch ja nicht mit dem am öffentlichen Pranger stehenden bösen Pr. Bauer verwechseln; er sei ja solch ein braver Kerl und liebe Madero lind Zapata von ganzem Herzen. . . Das war ungeheuer komisch, denn der geschäftskundige Herr ist erstens nicht Deutscher, sondern Schweizer, (hält aber still, wenn man ihn als „oculista alcma n“ lobt und weiter empfiehlt) und er kann zweitens bei allen, die ihn auch nur flüchtig kennen, garnicht in den Verdacht geraten, meine Artikel geschrieben zu haben, falls er drittens überhaupt Zeit und viertens noch einiges andere gehabt hat, um sich über mexikanische Politik eine Meinung zu bilden.
Der Fall Covadonga.
Am 1 3. Juli 1911 wurden in einer Tuchfabrik bei Puebla, die dem Spanier Diaz Rubin gehört und „La Covadonga“ heißt, vier Deutsche, drei Männer und eine Frau, von ehemaligen Revolutionären in bestialischer Weise zu Tode gefoltert. Die Frau wurde im Beisein ihres Mannes, der an einen Bettpfosten gebunden worden war, damit er Zusehen könne, zunächst von sämtlichen 28 (!) Kerlen der Reihe nach vergewaltigt, dann wurde ihr unter den entsprechenden Scherzreden eine Bierflasche in den Geschlechtsteil hineingetrieben und der Leib aufgeschlitzt, um die Wirkung dieser Prozedur zu sehen; darauf wurden der Unglücklichen noch bei lebendigem Leibe die Brüste abgeschnitten und ihr schließlich der Kopf mittelst einer Dynamitpatrone abgerissen. Dann erst wurde auch der Mann von seinen Leiden durch einen wohlgezielten Schuß erlöst. Ähnliche Qualen wurden den andern Opfern bereitet, denn die Maderisten waren auf die Fremden erbit-