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Eine Kollektivnote der kaufmännischen Großmächte.
„’s Geschäft bringt’s mal so mit sich.“
Ich hielt die „N u e v a E r a “-Episode für beendigt, erledigt und abgethan — die gelben Maueranschläge waren längst mit patriotischen Manifesten und diese wieder mit ebenso patriotischen Gegenmanifesten überklebt, ich hatte meine Pistole wieder zu Hanse ans Bett gehängt und die maderistischen Herolde von ehemals, die mich angebrüllt und bedroht hatten, bettelten mich wieder auf der Straße an, beinahe wie in der guten, alten Zeit •— da flatterte mir eines 1 ages ein sonderbarer Wisch aufs Pult, den ich in meiner grenzenlosen Perplexität einige Male lesen mußte, ehe ich ihn in seiner ungeheuerlichen — Dummheit zu begreifen anfing. Es war ein Protestschreiben der deutschen Kolonie in der Angelegenheit „N ue v a Er a“—,,/Wandere r“. So etwas von selbstein gestandener und -d o k u m e n t i r t e r Massen- gei s t es a r m,u t un d -Charakterlosigkeit hatte ich wirklich noch nicht erlebt und selbst von der gloriosen deutschen • Kolonie in Mexiko nicht erwartet. Das kostbare Schriftstück war von Herrn Franz Böker, einem guten Freund des Herrn Eric k e, „angeregt“ und in der Kolonie herumgereicht und Hindurch einen Boten des Hauses Jul io Albert y Cia zugestellt worden. Es lautet:
„Mexico, September 1911.
„Herrn Dt. Wilhelm Bauer — Hier.
„Wir vertreten die Ansicht, daß eine deutsche Zeitung im Ausland sowohl auf das Ansehen und die Interessen der Kolonie, als auch besonders auf die Gefühle des Volkes Rücksicht zu nehmen hat, dessen Gastfreundschaft die Kolonie genießt. Beide Rücksichten sind in Ihren Kritiken über mexikanische Politik außer Acht gelassen.“
„Sie haben zwar bisher einen abweichenden Standpunkt vertreten; aber neuerdings beweisen die Auslassungen der „Nueya Era“, daß hiesige Kreise sich durch den „Wanderer“ ungebührlich angegriffen gefühlt haben, daß also die Bedenken gerechtfertigt waren, die ein angesehenes Mitglied der Kolonie seiner Zeit Ihnen gegenüber äußerte. Unsere äußer-deutsche (sic) Umgebung sieht eben in Ihren Äußerungen nicht etwa den Ausdruck Ihrer persönlichen Ansicht, sondern hält dieselben irrtümlicherweise für die Meinung der Deutschen Kolonie. Diese — vielleicht nicht beabsichtigte, deshalb aber nicht we- dger schädliche — Folge Ihrer Kritik möchten wir Ihnen hier-