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Die Wahrheit über Mexiko und seine deutsche Kolonie / von Wilhelm Bauer-Thoma
Entstehung
Seite
58
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Weitere Großthaten der heiligen Hermandad.

So wollte ich. wie gesagt, das Protestschreiben der Herren Frickeaner ursprünglich beantworten; da ich scheinbar nicht daran! reagiite, wuchs jenen der Mut, daß sie glaubten, mich auf andere, noch weit gemeinere Art loswerden zu können. In verschiedenen Orten im Innern wurde das verleumderischcGeriicht ver­breitet, ich sei von der Partei derC i e n t i f i c o s die zuletzt unter Diaz das Heft in die Hand bekommen hatte b c stochen, und auf Grund dieser Verdächtigung eine Boykottbewegung g egen meine Z e i t n n g inszenirt. Ein mir persönlich un­bekannter Leser schrieb mir aus Puebla u. a.:Hier hat eine Liste zirkuliert, darin sich alle teutschesten Deutschen einzeichnen sollten (viele wohl mußten) mit der Versicherung: 'denWanderer nie wieder zu lesen. Ähnliche Zuschriften erhielt ich ans anderen Orten. Mit Bezug auf die oben erwähnte Verleumdung setzte ich in Nr. 46 desWanderer eine Prämie von tausend Pesos (zwei­tausend (Mark) für den aus.der die obige Beschuldigung beweist oder irgend welchen Zusammenhang der Schriftleitung dieser Zeitung mit einem Angehörigen der Partei der Cientificos ausfindig macht. Es hat keiner auch nur den Versuch gemacht, sich das schöne Geld (und dazu viel Anerkennung in gewissen Kreisen der deutschen Ko­lonie) zu verdienen.

Ein anderer aufrechter Deutscher schrieb mir ich habe, den Brief unterOffene Korrespondenz in der gleichen Nr. 46 abge­druckt:Sehr geehrter Herr Doctor! Zum Angriff auf Sic in der Nueva Era gratuliere ich Ihnen recht herzlich. Wer dort gelobt wird, ist ebenso herzlich zu bedauern. Nachdem Sie sich die Gunst der B a n k - K o m m i s - K r e i s e verscherzt haben, mag es Ihnen nun passieren, daß Sie zumWanderer werden. Famos! es wäre eine herzerfrischende Begebenheit, auf die die deutsche Kolonie noch nach langen Jahren stolz zu sein hätte. Es würde das. non plus ultra eines Beweises d e u t s c h e n Mute s dem Auslande gegenüber. Schade, daß Graf Preyssing nicht noch etwas wartete. Er hätte seinen Artikel auf Ems-Agadir-Mexiko er­weitern können. Aber noch sind Sie ja nicht ausgewiesen. Ob Sie Recht hatten, Ihrem Mißmut über den Madcrismus so frühzeitig in Ihrem Blatte Ausdruck zu verleihen,, wie Sie es thaten, mag offene Frage bleiben. Sie haben es nun einmal gethan und mögen sich im angenehmen Bewußtsein sonnen, heute neun Zehntel der vernünftig denkenden M e x i k a n e r u n d Ausl ä n d e r auf Ihrer Seite zu haben. (So schreibt ein Deutscher, der anfänglich mit meiner Auffassung der mexikanischen Politik nicht einverstanden war, aber den Mut besaß, seinen Irrtum einzugestehen. Wie anders die Herren Protestler um Fricke, die das alberne Ge­schwätz von meinerVereinsamung innerhalb der Kolonie wieder aufwärmten! Der Einsender fährt fort:)Trotzdem haben Sie es mit einem großen "Feil der d e utsch en Kolonie verdorben, der, wie neulich imWanderer'ausgeführt wurde.