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Johannes Spanuth.
Ein
geborenen
rassen.
sehen und die Scharen junger Leute darin; man braucht nur in die Häuser hineinzugehen und überall die Reihe der Kinder auszuzählen, ! dann hat man den Beweis bor Augen, daß Kaffraria ein lebens- und fortpslanzungsfähiges Geschlecht beherbergt. Es ist der allgemeine Eindruck, daß die in Afrika herangewachsene Generation stattlicher ist als die ausgewanderte, größer an Wuchs und feiner an Körperbau. Ich kann nicht sagen, ob die klimatischen Einwirkungen das hervor- j gerufen haben, oder ob etwa die Hebung der äußeren Lage auf den ^ Körperbau günstig eingewirkt hat. Die Sterblichkeit ist entschieden ge- ! ringer als hier — es stehen mir hierfür keine statistischen Tabellen zur , Verfügung, ich kann nur wiedergeben, was mein eigener und mancher anderer Eindruck war —; der Gesundheitszustand ein besserer; der ^ Prozentsatz der Alten ein größerer. Dazu mag mitwirken: klimatische Verhältnisse — freiere Arbeitsbedingungen — und eine im ganzen genommen zuträglichere und geruhigere Lebensweise. Es fehlt die dumpfe, verräucherte Wirtshausstube, in der Abende und Sonntagnachmittage zugebracht werden (leider in manchen Dörfern und Familien nicht die Trunksucht!), es fehlt der Verein mit den abendlichen Zu- ^ sammenkünften und es fehlen die öffentlichen Lustbarkeiten. Das > Familienleben ist dafür so viel ausgeprägter. Sonntags nachmittags besucht man sich untereinander; bisweilen wird in den Häusern ein > Tänzchen für die Jugend arrangiert. Es wird jung geheiratet, was eine gesunde, natürliche Sittlichkeit zur Folge hat. Im ganzen herrscht noch die ernster gerichtete, fromme Lebensweisheit des deutschen Bauern vor, doch ist nicht zu leugnen, daß die Oberflächlichkeit „kolonialer" Denkweise einzureihen droht und die Wurzeln der Kraft zu zerstören beginnt, die die deutsche Siedlung in Kaffraria groß und stark gemacht ^ haben. Die deutsche Kirche ist in Südafrika der Hauptfaktor zur Erhaltung des Deutschtums. Sie ist darum nicht bloß in veutsch-völki- ! schern Sinne, sondern auch in recht verstandenem Landesinteresse von ^ allergrößter Bedeutung, wenn sie die Kräfte rein erhält, die ihre hohe ^ Bedeutung für die kulturelle Entwicklung und Hebung des Landes erwiesen haben. — >
8. Schwarz und Weis;.
Es ist noch das Wichtigste über die Beziehungen der Rassen im Siedlungsgebiet zu besprechen. Es kommen eigentlich nur die Bantu- stämme (Fingo, Xosa) neben den Weißen in Betracht. Die helleren