Teil eines Werkes 
Teil 4 (1914) Britisch-Kaffraria und seine deutschen Siedlungen / von Johannes Spanuth
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Panmures

Vorschlag.

40 Johannes Spanuth.

Von militärischem Gesichtspunkte aus die Aussendung der Militär- kolonisten gerechtfertigt hat^.

Ferner verdankt Südafrika, nicht Kaffraria allein, der Legion eine Reihe von tüchtigen Familien. Nicht bloß unter den Offizieren waren Männer, die als Beamte oder sonst als Männer in gehobener Stellung sich Verdienste um das Land erworben haben; die Legion zählte auch unter den Mannschaften eine Reihe solider, tüchtiger und intelligenter Männer, die sich in die Verhältnisse hineinfanden, und die wenn auch nur zu geringem Teil als Farmer oder Kleinsiedler so doch in andern Berufen, als Geschäftsleute, Lehrer, Beamte, inner­halb oder außerhalb der Grenzen Kaffrarias sich bewährt haben. End­lich ist die Ansiedlung der Legion von vornherein von der Kapregierung als Ansiedlung deutscher Familien gedacht, und wegen ungenügender Anzahl begleitender Familien alsbald als Anlaß für die nachfolgende Einwanderung genommen. Die Legionäre sind damit die Wegbereiter der Emigranten geworden. Die Emigranten sind neben und unter ihnen angesiedelt, zum Teil direkt an ihre Stelle getreten, wo sie die Häuser der nach Indien Ziehenden übernahmen. Alle Siedlungen der Deutschen aus jener Zeit setzen die Dörfer der Legion voraus. Bell, Bodiam, Berlin, Potsdam, Panmure, Cambridge, Hannover, Marienthal, Wies­baden, Frankfurt, Breitbach, Ohlsen alles Orte, die durch die Legion entstanden und von ihren Offizieren benannt waren. Und die Dörfer älteren Gründungsdatums Keiskamahoek, Jzela, Dohne-Post waren doch auch durch die Legion erst wirkliche Dörfer geworden und deshalb zum Teil auch von den Offizieren umbenannt: Jzela-Post in Braunschweig, Dohne-Post in Stutterheim. Die Ansiedlung der Legion ist von der späteren Einwanderung aufgesogen, aber oie Namen der Orte weisen darauf hin, daß die Legion Schrittmacherin war.

5. Die deutschen Emigranten 185859.

Lord Panmure, der Vertreter des Kriegsministeriums, stand den Plänen des Gouverneurs Greh offenbar verständnisvoller gegenüber als der Kolonialminister. Er fühlte, daß die Aussendung der Legio-

' Vgl. seinen Bericht aus Kolonialamt vom 23. Dezember 1857. Es bestand fortwährende Meinungsverschiedenheit über die Höhe der Soldzahlungen (H 10 der Bedingungen), Grey wollte lull zahlen und konnte es schließlich gegen den Willen der Kolonialregierung nicht durchsetzen.