Teil eines Werkes 
Teil 4 (1914) Britisch-Kaffraria und seine deutschen Siedlungen / von Johannes Spanuth
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Britisch-Kaffraria und seine deutschen Siedlungen.

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die Kapkolonie. Das Parlament lehnte sie 1859 wegen der schlechten Finanzen Kaffrarias ab, überwies dafür aber East London mit den Hafeneinkünften. So mußte endlich eine eigene Verwaltung für die inzwischen besiedelte Kolonie Kaffraria geschaffen werden. Die Grenzen werden genau bestimmt und zwei Distrikte, King Williams Town und East London, gebildet. Maclean wird Leutnant-Gouverneur, und 1863 Graham sein Nachfolger. Die eigene Verwaltung dauerte nicht lange;

1865 wird Kaffraria in den Verband der Kapkolonie aufgenommen.

Nach dem Kriege 1878, als der letzte Rest kaffrischer Häuptlingsherr- schaft schwand, ist die Einteilung in Distrikte geschaffen, wie wir sie heute vor uns haben: East London, King Williams Town, Stutter- heim und Komgha.

4. Die Englisch-Teutsche Legion.

Sir George Greh wollte Britisch-Kaffraria besiedeln, um das Land zu sichern, ohne daß eine größere militärische Besatzung dauernd dort unterhalten werden mußte. Land für Weiße Siedler stand in hin­reichender Menge zur Verfügung. Das Gebiet der Amatoleberge war den Eingeborenen nicht wieder gegeben, nachdem es in solch mühe­vollem Kleinkriege gesäubert war; es stand als Rohal-Reserve der Regierung zur Verfügung. Der Landstrich zwischen dem Vorort King Williams Town und dem Hafen an der Buffalomündung (damals Fort Glamorgan, jetzt East London) war freigehalten worden, damit die Verbindung gesichert wäre. Zudem war die ganze Bodenfrage gegen früher verschoben: nach 1853 hatten die Kaffern, die alten Herren des Landes, von der Regierung bestimmte Plätze und Gegenden zu­gewiesen erhalten, wo ihre einzelnen Stämme zu wohnen hatten. Da­durch hatte die Regierung viel freieres Verfügungsrecht. Als Mitte der 50er Jahre einige kleinere Häuptlinge unruhig wurden, und Weiße an Leben und Eigentum in ihrem Gebiete geschädigt wurden, konnte kurzer Prozeß gemacht werden; der größere Teil ihres Landes wurde eingezogen und zur Aufteilung für Farmen bestimmt. Endlich war ja auch durch den Selbstvernichtungsprozeß der Eingebornen das Land so menschenarm geworden, daß es an nötigem Land für Be­siedlungszwecke nicht fehlen konnte.

Die Provinz Kaffraria konnte ihren klimatischen und geographi- Koma. sehen Verhältnissen nach zur Besiedlung mit Weißen geeignet erscheinen.

Schriften 147. IV. 3