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Kolonialgeschichte der Neuzeit : ein Abriss / von Veit Valentin
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Achtes Kapitel.

Die Kolonisation der Vereinigten Staaten.

Die dreizehn Staaten von 1776 sind seit ihrer Los- reißung von England über den ganzen amerikanischen Kontinent hinübergewachsen. Diese Ausdehnung ist eines der wichtigsten Ereignisse der neueren Kolonial­geschichte. Nordamerika wurde immer mehr d i e Ko­lonie von Gesamteuropa. Nur verloren die Europäer ihren staatlichen Zusammenhang mit ihrem europäischen Mutterland und traten in ein Verhältnis zu diesem neuen Mutterland, den Vereinigten Staaten. Die späteren Ko­lonisten wurden gewissermaßen zugleich Söhne und Brü­der der dreizehn Staaten: immer wieder ist ein neuer Stern in das Sternenbanner gekommen die Zahl be­trägt jetzt 46.

Die kolonisatorische Erschließung des Westens das ist die eigentlich große Tatsache der amerikanischen Geschichte im XIX. Jahrhundert. Im Westen hat auch die Entscheidung des Gegensatzes zwischen Nord und Süd gelegen, zwischen freien arbeitenden Bürgern und sklavenhaltenden Pflanzern. Bei dem Kampf um das Westland hat sich dieser alte historische Konflikt ver­schärft, bis schließlich der Sezessionskrieg den Sieg des freien demokratischen Nordens brachte.

Die ersten, die in den wilden fernen Westen Vor­dringen, sind die Jäger: sie errichten eine Hütte im Wald, sie roden ein Stück aus zur Anlage von Garten und Feld. Dann kommen die Pionierfarmer: sie kaufen