Einleitung.
England und Frankreich haben sich in der Erniedrigung des Ansehens und der Ver- mchtung des Eigentums und der Gesundheit der Kolonialdeutschen Kameruns und Togos in der Absicht, das Deutschtum an der Westafrikanischen Küste völlig auszurotten, gegenseitig überboten. England hat die in seiner Gewalt befindlichen Deutschen unter schlechtester Verpflegung und Unterbringung und unter harter, oft roher und schmachvoller Behandlung leiden lassen und sie sodann insgesamt aus Afrika weggeführt und in Europa interniert. Anders Frankreich. Es hat sich von England eine Anzahl deutscher Kriegs- und Zivilgefangener aus Kamerun und Togo ausliefern lassen und sie, etwa 400 an der Zahl, statt nach Europa in seine ungesundeste Kolonie Westafrikas, nach Dahomey, geschleppt. Dort wurden sie an Plätzen, die wegen Malaria, Dysenterie und Gelbfieber verrufen sind, bei ungenügender Unterkunft, schlechter Verpflegung, dürftiger Bekleidung, in schwerem Frondienst unter Aufsicht von brutalen Schwarzen den Einwirkungen des Tropenklimas schonungslos ausgesetzt. Unmenschliche Mißhandlungen in Form von Prügel-, Gefängnis- und Folterstrafen wurden an ihnen verübt. Die Berichte geben eine erschütternde Kunde der Leiden dieser verschleppten Deutschen.