6. Die Marshall-Inseln.
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erlegen sind. Von den Ureinwohnern, den Chmnorros, sind heute nur noch etwa 1000—1100 vorhanden. Der Rest sind von den Spaniern angesiedelte Karoliner, anch einige Japaner und Tagalen sind vorhanden.
Sitz des Bezirksamts ist auf der Insel Saypan, in der Ortschaft Garapan. Die Eingeborenen treiben Gartenbau und ziemlich entwickelte Viehzucht.
Bemerkenswert ist noch die Insel Tinian mit verwilderten Rindern und Schweinen und interessanten Ruinen aus der altspanischen Zeit, ferner Rota mit Chamorro-Nninen.
6. Die Marshall-Inseln.
Das Schutzgebiet der Marshall-Inseln, mit den dazu gehörigen kleinen Gruppen der Browu- und Provideucc-Jnseln erstreckt sich über die weite Meeresflächc zwischen ca. 4° nördl. Breite und 15° nördl. Br., grenzt westlich bei etwa 163° östl. Länge an die Ost-Karolinen und reicht bis zum 173. Meridian östlich von Greenwich nach Osten. Dabei beträgt der Gesamtflächenraum des Archipels an Land nur 410 c^Wn, auf dem ca. 15 000 Einwohner leben.
Die Marshall-Inseln gliedern sich in eine aus 15 Atollen bestehende östliche Gruppe mit dem Namen Ratak, und eine aus 18 Atollen gebildete westliche Reihe mit dem Namen Rälik. Zn dieser gehört auch die Hanptinsel Jaluit mit dem Regierungssitz.
Die Verwaltung der Marshall-Inseln hat für den deutschen Steuerzahler das Angenehme, daß sie ihn nichts kostet. Ein Teil ihrer Unkosten wird durch die in Kopra erhobene Naturalabgabe der Eiugeborcuen gedeckt, den Nest hat die Jaluit-Gescllschaft zn zahlen, die das Geschäft mit den Marshall-Inseln in Händen hat, und mit ihren Schiffen auch für den Verkehr sorgt.
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